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BDP-Newsletter Februar 2010



In dieser Ausgabe:

• Fachvorträge beim Tag der Psychologie: Kurzentschlossene sollten vorab anrufen
• Notfallpsychologische Versorgung am Beispiel Haiti
• Kinderschutz: BDP in neue Gesetzgebungsinitiative einbezogen
• VPP begrüßt ZI-Studie zur Kostenstrukturerhebung in Praxen
• StPO-Reform: BDP fordert Zeugnisverweigerungsrecht auch für Psychologen
• IUPsyS macht sich stark für Psychologen-Beteiligung an ICD-10-Revision
• EFPA begrüßt Barroso-Programmatik der Sozialen Marktwirtschaft
• Hauptteil des Gendiagnostikgesetzes seit 1.2.2010 in Kraft
• Neues Profil für Deutschen Psychologie Preis
• Engagierte Schulpsychologen geehrt
• ZPID will mit Nutzerbefragung sein Angebot für Psychologen optimieren
• Springer verleiht 2010 wieder E-Learning Award Psychologie
• Video-Wettbewerb "Was machen eigentlich Schulpsychologen?"
• Original-Dokumente der Psychologin Martha Muchow entdeckt
• Haus der Psychologie offiziell eröffnet
• Neue Website für Arbeitsgemeinschaft Ausbildungsinstitute und VPP
• SERVICE, TIPPS und TERMINE

   AKTUELLES THEMA

Notfallpsychologische Versorgung am Beispiel Haiti
Auch deutsche Notfallpsychologen können nach Ansicht des Trauma-Experten Dr. Georg Pieper der vom Erdbeben in Haiti betroffenen Bevölkerung vor Ort helfen. Eine erste notfallpsychologische Hilfe sollte möglichst frühzeitig geleistet werden, erklärt Pieper in einem Interview zu Interventionen und Methoden der Notfallpsychologie am Beispiel Haiti, das in der März-Ausgabe von Report Psychologie erscheint.Gelinge es dabei nicht, eine gemeinsame Sprache zu finden, könne der Notfallpsychologe versuchen, mit deutlicher Gestik, Mimik und Tonfall zur Beruhigung der Betroffenen beizutragen und emotionalen Beistand zu leisten. „Die kognitive Aufarbeitung der Geschehnisse anhand einer logischen Zeitabfolge, um das Geschehene zu begreifen, folgt nach einigen Tagen, die emotionale Aufarbeitung erst nach Wochen oder Monaten.“ Notfallpsychologie habe sich aber auch um die Helfer zu kümmern, meint Pieper. Besonders wichtig bei derartig extremen Einsätzen wie auf Haiti sei es, ihnen regelmäßige Pausen zu verordnen. Der Wunsch helfen zu wollen führe bei vielen Helfern dazu, die eigenen Grenzen der Belastbarkeit nicht mehr wahrzunehmen. In den Pausen sollen sich die Helfer körperlich erholen, aber auch die Gelegenheit haben, ihre belastenden Erlebnisse loszuwerden. Danach könnten sie wieder geordneter und emotional gefestigter in den nächsten Einsatz gehen. Nach Piepers Eindruck haben sich die Sensibilität und das Bewusstsein einer Fürsorgepflicht gegenüber den Angestellten und Mitarbeitern der zuständigen Behörden und Organisationen in Deutschland in den letzten Jahren eindeutig erhöht. BDP-Mitglied Pieper engagiert sich auch berufspolitisch für die Notfallpsychologie u. a. indem er die Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen (BDP und Deutsche Gesellschft für Psychologie) im Standing Committee on Disaster and Crisis Psychology der Europäischen Föderation von Psychologenverbänden vertritt. Neben dem Interview mit Georg Pieper enthält die kommende Ausgabe von Report Psychologie (erscheint am 8.3.2010) einen Beitrag der Leiterin der Fachgruppe Notfallpsychologie im BDP, Clivia Langer, zum Thema. Sie geht darin der Frage nach, wie Einsatzkräfte nach ihrer Rückkehr unterstützt und psychologisch betreut werden können. Eine Gesamt-Vorschau auf Report Psychologie, Heft 3-2010, ist zu finden unter www.report-psychologie.de/hinweise/schwerpunktthemen.html

Informationen zu Notfallpsychologie und Krisenintervention im Internet
Psychologen/innen, die im Bereich der Krisenintervention und Notfallpsychologie tätig sind oder werden möchten, finden in diesem Monat auch auf der Internet-Seite von Report Psychologie einige interessante Neuerscheinungen, Linktipps sowie Hinweise auf Fortbildungsveranstaltungen: www.report-psychologie.de/tipp/

   NACHRICHTEN


Kinderschutz: BDP in neue Gesetzgebungsinitiative einbezogen
Das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend strebt nach wie vor eine Verbesserung des Kinderschutzes an. Bei einer dazu anberaumten Verbändeanhörung am 27.1.2010 (der BDP war durch seinen Referenten für Fachpolitik Fredi Lang vertreten) betonte die neue Ministerin Kristina Schröder (die damals noch Köhler hieß), dass es ihr nicht lediglich um eine Wiedereinbringung der im letzten Jahr im Bundestag gescheiterten Gesetzesänderung gehe, sondern vor allem darum, die Gesetze zum Kinderschutz wirksamer zu machen. Dazu solle die Diskussion mit den Verbänden und die Berücksichtigung von Evaluationsergebnissen dienen. Arbeitsgruppen wurden beauftragt, bis zum Sommer Vorschläge zu erarbeiten, um sie dann auf einem Fachtag zusammenzuführen. Die Ministerin hob außer der Bedeutung der Prävention auch die Notwendigkeit der intensiven Diskussion über Interventionsmöglichkeiten hervor und unterstrich die Bedeutung der Vernetzung von Strukturen und Ressorts und der Verbesserung der Rechtssicherheit für die betroffenen Berufsgruppen. Der BDP wird wie bereits in der letzten Legislaturperiode seine fachliche Expertise auch diesmal aktiv in den Gesetzesprozess einbringen. (Pressemitteilung des Ministeriums zum Thema: www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Presse/pressemitteilungen,did=133726.html)

VPP begrüßt ZI-Studie zur Kostenstrukturerhebung in Praxen
Eine repräsentative Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) soll einen Überblick über Kosten- und Leistungsstruktur in deutschen Arzt- und Psychotherapeutenpraxen liefern. Dazu werden seit Mitte Februar rund 7.000 zugelassene Ärzte- und Psychotherapeutenpraxen in Deutschland stichprobenartig ausgewählt und angeschrieben. Die Studie (ZI-Praxis-Panel) soll die Veränderung der Investitions- und Betriebskosten der Vertragsarzt- und Therapeutenpraxen sowie deren regionale Unterschiede dokumentieren, um sie in den Honorarverhandlungen für 2011 mit den Krankenkassen geltend machen zu können. Der Verband Psychologscher Psychotherapeuten (VPP) im BDP unterstützt die Befragung, weil mit ihr ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Vergütungssituation geleistet werden kann. Der VPP bittet BDP-Mitglieder, die einen Fragebogen erhalten, sich an folgende Ansprechpartner zu wenden: Eva Schweitzer-Köhn: Tel. 030-6921132, praxis@schweitzer-koehn.de; Uschi Gersch: Tel. 0221-94339485, Uschi.Gersch@gmx.de. VPP-Mitglieder finden weitere ausführliche Informationen im Mitgliederbereich der VPP-Website unter www.vpp.org/mitglieder/infos/2010/100205_zipp.html

StPO-Reform: BDP fordert Zeugnisverweigerungsrecht auch für Psychologen
Anlässlich des vorliegenden Referentenentwurfs zur Gleichstellung von Rechtsanwälten und Strafverteidigern im Rahmen des § 160a StPO hat der BDP in einem Schreiben an das Bundesministerium der Justiz (BMJ) auf das Fehlen des Zeugnisverweigerungsrechts für Psychologen hingewiesen. Es sei nicht nachzuvollziehen, dass Psychologen mit guten Gründen der strafbewehrten Schweigepflicht unterliegen, aber nicht wie beinahe alle anderen der in § 203 StGB genannten schweigeverpflichteten Berufen strafprozessual ein Zeugnisverweigerungsrecht zugestanden bekommen. Psychologen böten Dienstleistungen an, deren Wirksamkeit wie kaum bei einem anderen schweigeverpflichteten Beruf davon abhänge, dass ihre Klienten auf ihre Verschwiegenheit vertrauen können, betont der BDP. Der Verband erwartet, dass seine Argumente angemessen berücksichtigt werden, wenn das BMJ demnächst wie im Koalitionsvertrag vorgesehen prüft, ob die Einbeziehung weiterer Berufsgeheimnisträger in den absoluten Schutz des § 160a Abs. 1 StPO angezeigt und im Hinblick auf die Durchsetzung des Strafverfolgungsanspruches des Staates vertretbar ist. Der BDP wird seine Haltung auch über den Bundesverband der Freien Berufe (BFB) in den Prüfprozess einbringen. Der BFB ist vom BMJ bereits um eine diesbezügliche Stellungnahme gebeten worden.

IUPsyS macht sich stark für Psychologen-Beteiligung an ICD-10-Revision
Bei der Revision des Kapitels über Psychische und Verhaltensstörungen in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten ICD-10 wollen die International Union of Psychological Science (IUPsyS) und die Welt-Gesundheitorganisation (WHO) verstärkt zusammenarbeiten. Die IUPsyS betrachtet die Einflussnahme auf die ICD-10-Revision als eine ihrer derzeit strategisch wichtigsten Aufgaben. Dabei konnte sie bereits erreichen, dass mit Dr. Geoffrey Reed erstmals ein Psychologe die Position des leitenden Projektmanagers für die ICD-Revision besetzt. Im Übrigen geht es vorrangig darum, für die WHO eine weltweite Befragung und Beteiligung der Berufsangehörigen zu organisieren und damit für die Psychologenschaft mit der World Psychiatric Association (WPA) gleichzuziehen, auf die sich die WHO bislang hauptsächlich gestützt hat. Um ihr Vorhaben zu realisieren, hat die IUPsyS ihre Mitgliedsorganisationen, darunter die Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen, zur Mitwirkung aufgerufen. Die Föderation hat diese mittlerweile in großem Umfang – insbesondere bei der Erarbeitung von Vorschlägen zur Revision der ICD-10 – zugesagt und Prof. Dr. Dr. Andreas Maercker von der Uni Zürich zu ihrem Beauftragten für das Projekt ernannt.

EFPA begrüßt Barroso-Programmatik der Sozialen Marktwirtschaft
Die Europäische Föderation von Psychologen-Vereinigungen (EFPA) hat die Betonung der sozialen Marktwirtschaft als Ausweg aus der gegenwärtigen Krise in dem von Präsident José Manuel Barroso präsentierten Programm (www.ec.europa.eu/eu2020/) der neuen Europäischen Kommission begrüßt. Damit werde die Bedeutung des Faktors Mensch als Quelle wirtschaftlichen Wachstums, sozialer Integration, des Umweltschutzes sowie von Gesundheit und Wohlergehen unterstrichen, erklärt die EFPA. Psychologische Faktoren gelte es in vielen von der EU-Strategie berührten Bereichen zu berücksichtigen, Wissen und Kompetenz des Faches wie des Berufes sollten genutzt werden, die menschlichen und sozialen Anliegen der EU-Agenda 2020 ein- und vorzuanbringen. Die Stellungnahme der EFPA ist veröffentlicht unter www.efpa.eu/news/efpa-comments-on-eu-2020

Hauptteil des Gendiagnostikgesetzes seit 1.2.2010 in Kraft
Ziel des Gendiagnostikgesetzes ist es, die mit der Untersuchung menschlicher genetischer Eigenschaften verbundenen möglichen Gefahren und genetische Diskriminierung zu verhindern und gleichzeitig die Chancen des Einsatzes genetischer Untersuchungen für den Einzelnen zu wahren. So wird u. a. geregelt, dass genetische Untersuchungen nur durchgeführt werden dürfen, wenn die betroffene Person in die Untersuchung rechtswirksam eingewilligt hat. Genetische Untersuchungen bei nicht einwilligungsfähigen Personen müssen einen gesundheitlichen Nutzen für die untersuchte Person haben. Im Arbeitsrecht sind genetische Untersuchungen auf Verlangen des Arbeitgebers grundsätzlich verboten. Auch darf der Arbeitgeber die Ergebnisse einer im anderen Zusammenhang vorgenommenen genetischen Untersuchung nicht erfragen, entgegennehmen oder verwenden. Versicherungsunternehmen dürfen beim Abschluss eines Versicherungsvertrages grundsätzlich weder die Durchführung einer genetischen Untersuchung noch Auskünfte über bereits durchgeführte Untersuchungen verlangen. Zur Vermeidung von Missbrauch müssen die Ergebnisse bereits vorgenommener genetischer Untersuchungen vorgelegt werden, wenn eine Versicherung mit einer sehr hohen Versicherungssumme (300.000 Euro) abgeschlossen werden soll. Weitere Informationen unter www.bmg.bund.de/

Neues Profil für Deutschen Psychologie Preis
Mit 20.000 statt bisher 5.000 Euro ist ab 2011 der Deutsche Psychologie Preis dotiert, der seit 1992 für herausragende wissenschaftliche und zugleich besonders praxisrelevante Leistungen auf dem Gebiet der Psychologie verliehen wird. Mit der Erhöhung der Preisgeldes geht allerdings einher, dass die Auszeichnung künftig nicht mehr jährlich sondern alle zwei Jahre vergeben wird. Neu ist auch, dass sich zu BDP, Deutscher Gesellschaft für Psychologie und Christoph-Dornier-Stiftung für Klinische Psychologie die Bundestherapeutenkammer als vierte im Bunde der auslobenden Organisationen gesellt und dass der Preis zugunsten einer besseren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit in Zukunft immer an einem prominenten Ort in Berlin verliehen werden soll.

Engagierte Schulpsychologen geehrt
Für besonderes Engagement und besondere Verdienste im Schulleben hat NRW-Schulministerin Barbara Sommer kürzlich 72 Persönlichkeiten ausgezeichnet. Unter ihnen sind auch der derzeitige Vorsitzende der Sektion Schulpsychologie im BDP Stefan Drewes, der ehemalige Sektionsvorsitzende Lothar Dunkel und als weitere BDP-Mitglieder die Schulpsychologen Ursula Hentschel, Dr. Sven Christoph Plath, Norbert Seeger und Elmar Undorf. (Presseinformation des Ministeriums: www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/PM_2009/pm_26_10_2009_pdf.pdf)

ZPID will mit Nutzerbefragung sein Angebot für Psychologen optimieren
Das Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) führt noch bis Ende des Monats eine Online-Umfrage zu Bekanntheit, Bewertung und Verbesserung seiner Produkte und Dienste (u. a. PSYNDEX, PsychData, PsychSpider, PsychLinker) durch. Der BDP unterstützt dieses Anliegen und bittet seine Mitglieder, sich für die Befragung die benötigte Zeit (10 - 15 Minuten) zu nehmen. Zur Umfrage: www.unipark.de/uc/tr_uni_trier_decieux_ul/d360/. Die Ergebnisse dienen der Optimierung der Serviceangebote des ZPID. ZPID bietet BDP-Mitgliedern übrigens die Nutzung von PSYNDEX zu äußerst günstigen Konditionen an: Die Datenbank ist BDP-Mitgliedern für eine Jahrespauschale von nur 40,- EUR (Studierende 25,- EUR) unbegrenzt zugänglich.

Springer verleiht 2010 wieder E-Learning Award Psychologie
E-Learning ist in der Welt der Lehre angekommen – und die Psychologie spielt ganz vorne mit. In diesem Jahr will es der wissenschaftliche Springer Verlag wieder wissen: Was hat sich getan im Bereich elektronischer Online-Lernumgebungen für das Lesen, Lernen, Wiederholen, Recherchieren, Vertiefen und Verankern von Wissen? Der Verlag schreibt daher zum zweiten Mal den mit 1.500 Euro dotierten E-Learning Award Psychologie aus. Ausgezeichnet werden innovative und originelle E-Learning-Umgebungen, die von Psychologie-Fakultäten entwickelt wurden. Ausschreibungstext, Teilnahmebedingungen und Bewerbungsunterlagen unter www.lb-psychologie.de/projekte/e_learning_award_psychologie

Video-Wettbewerb "Was machen eigentlich Schulpsychologen?"
Der Wettbewerb um den Videopreis der Europäischen Schulpsychologen 2010 hat begonnen! Bis zum 31. Mai können Wettbewerbsbeiträge unter dem Motto „Was machen eigentlich Schulpsychologen?“ online über die Webseite des europäischen Netzwerks von Psychologen/innen im Erziehungssystem N.E.P.E.S. eingereicht werden: www.nepes.eu/?q=node/502

Original-Dokumente der Psychologin Martha Muchow entdeckt
Die 1928 von Martha Muchow veröffentlichten Fragebögen zum Thema "magische Alltagspraktiken" bei Jugendlichen und Erwachsenen galten lange Zeit als verschollen. Privatdozentin Dr. Meike Watzlawik von der TU Braunschweig hat die Originale nun während eines Forschungsaufenthaltes an der Clark University, MA USA, gefunden und der Uni Hamburg übergeben. Martha Muchow wurde 1892 geboren und studierte als eine der ersten Frauen Psychologie, Philosophie, deutsche Philologie und Literaturgeschichte. 1923 schloss sie das Studium an der Uni Hamburg ab und forschte fortan unter William Stern am Psychologischen Laboratorium. 1930 wurde sie zum Wissenschaflichen Rat ernannt und fand auch international mit ihrer Forschungsarbeit Anerkennung. Nach der Übernahme des Psychologischen Instituts durch Nationalsozialisten wurde Martha Muchow entlassen. Unmittelbar darauf unternahm sie einen Selbstmordversuch, an dessen Folgen sie 1933 starb. Ausführliche Informationen zu Leben und Arbeit von Martha Muchow sind nachzulesen unter: www.life.epb.uni-hamburg.de/files/muchow_laudatio_faulstich_wieland_2007.pdf.

   BDP INTERN


Haus der Psychologie offiziell eröffnet
Acht gut besuchte Fachvorträge und Informationsveranstaltungen sowie eine feierliche Soiree mit einigen durchaus launigen Redebeiträgen und anschließendem Empfang prägten den Tag der Psychologie, mit dem der BDP und seine Tochtergesellschaften am 22. Januar 2010 die offizielle Eröffnung ihres Hauses der Psychologie in Berlin begingen. So diente der Tag dazu, der Öffentlichkeit einen Ausschnitt aus der Vielfalt psychologischer Arbeitsgebiete vorzustellen, Kollegen über den neuesten Stand wissenschaftsbasierter Berufspraxis zu informieren, die Pläne für die Psychologische Hochschule Berlin zu präsentieren und den Kontakt zu viel Prominenz aus der deutschen Psychologie und Psychotherapie zu vertiefen.



Unter denen mit Rang und Namen, die der Einladung gefolgt waren, befanden sich die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), Prof. Ursula M. Staudinger, und ihr president elect, Prof. Peter Frensch von der Humboldt Universität Berlin, der Präsident der Berliner Psychotherapeutenkammer Michael Krenz, der Psychiatriekoordinator des Bezirks Berlin-Mitte, Stefan Kolodziejczak, der Verleger Dr. G.-Jürgen Hogrefe,der Leiter des Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID),Prof. Günter Krampen, und der bei verdi für die Psychologen und Psychotherapeuten zuständige Referatsleiter Gerd Dielmann.Allen Grund zu Optimismus sah der Vizepräsident des Bundesverbands der Freien Berufe und Präsident der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz, Edgar Wilk, in der Eröffnung des Hauses: „Wenn der BDP glaubt, ein Haus der Psychologie zu brauchen, dann gibt es kein besseres Zeichen für die Zukunft des Freien Berufs“, betonte er in seinem Festvortrag. Ein ausführlicher Bericht zum Tag der Psychologie erscheint in der April-Ausgabe von Report Psychologie.



Neue Website für Arbeitsgemeinschaft Ausbildungsinstitute und VPP
Auf der VPP-Website gibt es ab sofort einen neuen Bereich: Arbeitsgemeinschaft Ausbildungsinstitute und VPP für wissenschaftlich begründete Psychotherapieausbildung (AVP). Die Adresse lautet: www.vpp.org/avp. Informationen zum AVP-Symposium Ende März unter TIPPS und TERMINE.


   SERVICE

Haben Sie schon Ihr Berufshaftpflicht-Update? – Wirtschaftsdienst listet Vorteile auf
Im Rahmen seiner seit ein paar Wochen laufenden Sonderaktion zur Umstellung bestehender Berufshaftpflicht-Versicherungen (vgl. BDP-Newsletter 1-2010) informiert die Wirtschaftsdienst GmbH des BDP auf ihrer Internetseite ausführlich über die Verbesserungen, die sich aus dem angebotenen Update ergeben. Dazu gehören (1) die Anhebung der Deckungssumme für Personen- und Sachschäden auf 3.000.000 Euro pauschal (entspricht einem angemessenen Versicherungsschutz nach der Berufsordnung für Psychotherapeuten). (2) Optionale Anhebung der Deckungssumme für Vermögensschäden auf 200.000 Euro. Nach Einschätzung des BDP-Wirtschaftsdienstes ist Psychologen diese Anhebung in vielen Fällen zu empfehlen. (3) Einschluss von Umwelthaftpflicht-Basis und Umweltschaden-Versicherung. Damit werden gesetzliche Neuregelungen der letzten Jahre erfüllt. (4) Internetklausel: Berücksichtigt Änderungen in der Kommunikation mit Patienten, Kunden und Kollegen auf elektronischem Wege und die Nutzung des Internets. (5) Schutz vor Verstößen gegen das Bundesdatenschutzgesetz. (6) AGG-Klausel: Sie deckt weitgehend die Risiken ab, die das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz geschaffen hat. (7) Für Mietsachschäden besteht ohne Mehrbeitrag ein umfassender Schutz. (8) Der Verlust fremder beruflicher Schlüssel ist ebenfalls kostenfrei eingeschlossen. (9) Last but not least: Eine umfassende und in Vergleichen äußerst positiv bewertete Privathaftpflicht-Versicherung kann in die aktualisierte Berufshaftpflicht-Versicherung eingeschlossen werden. Weitere Informationen: www.bdp-wirtschaftsdienst.de/2010/sonderaktion/

Neu: BDP-Wirtschaftsdienst kooperiert mit GKV-Kassen
Die ersten gesetzlichen Krankenkassen erheben Zusatzbeiträge. Deshalb empfiehlt der Wirtschaftsdienst (WD) des BDP, zu prüfen, ob nicht jetzt der Wechsel in die private Krankenversicherung sinnvoll ist. Lediglich Besonderheiten im Einzelfall wie schwerwiegende Vorerkrankungen oder die Notwendigkeit der kostenpflichtigen Mitversicherung weiterer Personen könnten dagegen sprechen. Für BDP-Mitglieder besteht ein Kollektiv-Rahmenvertrag, der Beitragsvorteile und leistungsstarke Produkte miteinander verbindet. Allen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben wollen oder müssen, empfiehlt WD-Geschäftsführer Dr. Michael Marek, zu einer leistungs- und servicestarken Kasse wechseln, mit denen der Wirtschaftsdienst neuerdings ebenfalls kooperiert. Es handelt sich um die Hanseatische Krankenkasse und die BKK Pfalz. Beide zeichnen sich lt. WD seit langem durch eine hohe Servicequalität aus und beide haben nicht die Absicht, in 2010 einen Zusatzbeitrag zu erheben. Darüber hinaus bieten beide Kassen eine Reihe interessanter Zusatzleistungen an, wie z. B. Zuschuss zu einer privaten Zusatzkranken- und/oder Auslandsreisekranken-Versicherung, Erstattung der Praxisgebühr unter bestimmten Voraussetzungen (HEKPlus-Programm) und Zuschuss zu Gesundheits- und Vorsorgemaßnahmen. Details sind auf der Website des WD zu finden unter www.bdp-wirtschaftsdienst.de/person/ges-kranken.shtml

www.psychologenverlag.de: Bestellen und gewinnen!
Fachliteratur einfach und bequem online bestellen - mit dem Online-Bestellshop des Deutschen Psychologen Verlags http://www.psychologenverlag.de haben Sie dazu die Möglichkeit. Alle Neuerscheinungen, sämtliche Backlist-Titel und alle lieferbaren Ausgaben der drei BDP-Zeitschriften sind dort erhältlich. Zudem werden vergriffene Bücher oder Zeitschriftenausgaben als preisgünstige E-Books angeboten. Mit etwas Glück können Sie bei Ihrer nächsten Bestellung auch noch etwas gewinnen: Der Kunde oder die Kundin mit der Bestellnummer 3.500, die in Kürze erwartet wird, erhält vom Verlag ein kleines "Jubiläums-Geschenk". Neugierig geworden? Ein Klick genügt: www.psychologenverlag.de

DPV-Aktion zum Weltkrebstag
"Ein gesunder Lebensstil kann Krebs vorbeugen" heisst das Thema einer neuen Kampagne, die am Weltkrebstag (4. Februar) gestartet wurde. Der Deutsche Psychologen Verlag bietet aus diesem Anlass noch bis Ende Februar für seine Ratgeber zum Thema "Psychoonkologie" eine versandkostenfreie Lieferung an. Die Ratgeber findet man unter www.psychologenverlag.de/advanced_search_result.php?keywords=steinvorth. Wichtig: Um das Angebot zu nutzen, senden Sie Ihre Bestellung bitte an die E-Mail-Adresse verlag@psychologenverlag.de. Weitere Informationen zum Weltkrebstag findet man unter www.uicc.org

DPV-Veranstaltungstipp für März
Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse (www.leipziger-buchmesse.de/) (18.-21. März) bietet der DPV ausgewählte Titel aus seinem Programm an. Messebesuchern besonders zu empfehlen: Das "Forum Seelische Gesundheit" (Halle 3, F402 - F406), ein Gemeinschaftsstand, an dem sich insgesamt fünf Verlage aus den Bereichen Psychologie und Gesundheit beteiligen. Programm des Forums unter www.report-psychologie.de/hinweise/termine.html

"Praxis der Rechtspsychologie" - Neue Buchreihe zur Zeitschrift
Mit dem Band "Diagnostik der Beschwerdenvalidität" liegt seit Kurzem der erste Titel aus der neuen Buchreihe "Praxis der Rechtspsychologie" vor. "Es kann, da es kein vergleichbares Werk im deutschen Sprachraum gibt, jedem Gutachter zur Pflichtlektüre empfohlen werden", urteilt Dr. Wolfgang Hausotter (Rezension auf amazon.de). In insgesamt 15 Beiträgen namhafter Autoren wird das Themenspektrum im Umfeld der Diagnostik negativ verzerrten Antwortverhaltens nun vollständig und auf Basis neuester Erkenntnisse dargestellt. BDP-Mitglieder können das Buch zum Vorteilspreis von 19,80 Euro (statt 23,80 Euro) bestellen. Mehr zum Inhalt und eine Bestellmöglichkeit findet man im DPV-Shop: http://www.psychologenverlag.de/product_info.php/info/p252. Alle Informationen rund um die Sektionszeitschrift "Praxis der Rechtspsychologie" gibt es wie gewohnt auf der Homepage www.praxisderrechtspsychologie.de

Erfolgsfaktoren für Wirtschaftspsychologen
Wie kommt der Coach zu seinen Kunden? Welche Chancen gibt es für die Wirtschaftspsychologie? Was beschleunigt reale Wunscherfüllungen? Wie lassen sich Misserfolge verhindern? All diese zentralen Fragen werden im Themenheft 1/10 „Wege zum Erfolg“ der Wirtschaftspsychologie aktuell behandelt, das im März erscheint. Wer das "Unternehmer-Paket" von Wirtschaftspychologie aktuell bestellt, erhält die Erfolgsfaktoren-Ausgabe zum Vorteilspreis. Hier geht’s zum Vorteilspaket: www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/lp/800605abo.php

Attraktives Themenheft für wirtschaftspsychologische Angebote
Das Themenheft „Wege zum Erfolg“ der Wirtschaftspsychologie aktuell, das am 25. März erscheint, bietet das ideale redaktionelle Umfeld für Coaching-, Seminar- oder Stellenangebote. Mit einer einzigen Anzeige werden rund 3.000 psychologie-interessierte Führungskräfte und Personaler erreicht, die über Weiterbildung und Coaching im Unternehmen entscheiden. Wer an einem maßgeschneiderten Angebot zur optimalen Präsentation seiner Dienstleistungen interessiert ist, schreibe bis zum 25. Februar eine E-Mail an wp@psychologenverlag.de

Schulpsychologie - Nächste Fortbildungsreihe startet Ende des Monats
Am 26. und 27. Februar 2010 startet in Köln mit „Rolle und Aufgaben von Schulpsychologie im System Schule“ Modul 1 der einzeln buchbaren sechsteiligen Reihe Schulpsychologie der Deutschen Psychologen Akademie (DPA).. Weitere Informationen: www.dpa-bdp.de/veranstaltungen_NW2010-SCH-1_.html

Kompaktfortbildung Notfallpsychologie - Nächste Fortbildungsreihe beginnt im Juni
„Einführung in die Notfallpsychologie“ als Modul 1 dieser Kompaktfortbildung findet am 19.06.2010 in Berlin im Haus der Psychologie statt. Alle Module sind einzeln buchbar, ein Einstieg ist jederzeit möglich. Bis Juni 2011 folgen fünf weitere Module. Die DPA bietet diese fundierte und praxisorientierte Kompaktfortbildung für eine eigenständige Tätigkeit im Bereich Notfallpsychologie seit 2008 an. Mit der Teilnahme werden innerhalb der „Qualifizierung in Notfallpsychologie“ der Fachgruppe Notfallpsychologie in der Sektion Klinische Psychologie des BDP die Theorienachweise sowie die Kenntnisse in den Bereichen Psychotraumatherapie und Psychopathologie abgedeckt. Nähere Informationen zu allen Modulen: www.dpa-bdp.de/veranstaltungen_B2010-NOT-2_.html

DPA-Seminare zu Berufseinstieg und Karriereplanung, Existenzgründung und Praxisführung
Seminar Existenzgründung in der Gesundheitspsychologie am 3./4.9.2010 in Hamburg (Dozentin: Dipl.-Psych. Julia Scharnhorst) über Selbstständigkeit speziell in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention, Wellness und Gesundheitsmanagement. Nähere Informationen unter www.dpa-bdp.de/veranstaltungen_HH2010-GF-1_.html
Intensiv-Personaltraining: Berufs-, Laufbahn- und Karriereplanung für Berufseinsteiger. Das an zwei Terminen im September und Oktober 2010 stattfindende Seminar im Haus der Psychologie in Berlin vermittelt Wissen über den Arbeitsmarkt und berufswirtschaftliche Zusammenhänge für Psychologen. Darüber hinaus soll das an den konkret gegebenen Voraussetzungen und Kompetenzen der eigenen Person anknüpfende “How to do“ Schwerpunkt des Trainings speziell für Berufseinsteiger sein. Nähere Informationen unter http://www.dpa-bdp.de/veranstaltungen_B2010-K-1_.html

   TIPPS UND TERMINE


Zuschuss vom Staat für Weiterbildung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Erwerbstätige in ihrer beruflichen Weiterbildung mit jährlich bis zu 500 Euro Zuschuss (Prämiengutschein) zu den Kosten für einen Kurs oder eine Prüfung. Voraussetzung: Das zu versteuernde Jahreseinkommen liegt nicht über 25.600 Euro (Ehepaare: 51.200 Euro). Mehr Info unter http://www.bildungspraemie.info

Stellenangebote im öffentlichen Dienst
Wer eine Arbeitsstelle im öffentlichen Dienst sucht, kann sich unter www.bund.de/cln_181/DE/Stellenangebote/Festeinstellung/festeinstellung_node.htmlumfassend über offene Stellen in Deutschland informieren. Suchfilter ermöglichen eine detaillierte Recherche.

51. Jahrestagung der BDP-Fachgruppe Geistige Behinderung
12./13.3.2009, Ebsdorfergrund-Frauenberg (bei Marburg). Details: www.bdp-klinische-psychologie.de/fachgruppen/gruppe6.shtml

AVP-Symposium "Psychotherapie - Einblicke und Ausblicke"
27.3.2010, Berlin, Thema: Diskussion in der Profession über ihr Therapie- und Menschenverständniss mit dem Ziel, alle Ressourcen der verschiedenen therapeutischen Richtungen für eine gute Versorgung der Bevölkerung mit Psychotherapie zu erschließen. Programm und Anmeldeformular unter www.vpp.org/meldungen/09/91222_avp.html

8. Fachtagung für Psychologiedidaktik und Evaluation
Die Tagung der Sektion Aus-, Fort- und Weiterbildung im BDP findet statt am 14./15.Mai 2010 in Frankfurt am Main. Mehr Info unter www.bdp-afw.de/aktuell/2010/fachtagung/termine.html.

8. Kongress für Wirtschaftspsychologie
Die Veranstaltung der Sektion Wirtschaftspsychologie im BDP steht unter dem Motto "Psychologie in der Wirtschaft: Chancen und Herausforderungen" und findet am 14./15. Mai 2010 in Potsdam statt. Mehr Info unter www.psychologie-in-der-wirtschaft.de

[Fast?] Forward! Du bestimmst die Richtung!
Vom 14. bis zum 16. Mai 2010 veranstaltet die Bundesvereinigung Psychologie-Studierender (BV) im BDP an der Uni Trier den 14. Psychologiestudierendenkongress unter dem Motto "Psychology [Fast?] Forward! Du bestimmst die Richtung!" Im Rahmen dieses Kongresses findet auch die Mitgliederversammlung der BV statt, für die der BV-Vorstand engagierte Nachfolge-Kandidaten/innen sucht. Weitere Kongress-Informationen unter www.bv-kongress.de

Psychosomatik-Konferenz 2010
Die Uni-Klinik für Medizinische Psychologie, Innsbruck, organisiert die größte europäische Psychosomatik-Tagung (EACLPP-ECPR 2010 Tagung, 30.6.–3.7.2010). Die u.a. mit dem Berufsverband Österreichischer Psychologen (BÖP) kooperierenden Veranstalter halten es aus europäischer berufspolitischer Sicht für sehr wichtig, dass auch viele in psychosomatischen Bereichen tätige Psychologen/innen aktiv an der Tagung teilnehmen. Mehr Info unter www.eaclpp-ecpr2010.org

6. Gemeinsames Symposium Verkehrsmedizin
(DGVM) und Verkehrspsychologie (DGVP) 1.-2. Oktober 2010, Tübingen, Schwerpunktthema: Schläfrigkeit als Unfallursache. Mehr Info unter www.conventus.de/verkehr2010

Alle BDP-Termine sowie Tagungen und Kongresse mit und ohne BDP auf einen Blick:
www.bdp-verband.de/aktiv/termine.html

   ZU GUTER LETZT


Methylcitronensäuretrimethylester
- unaussprechlich, aber für Männer unwiderstehlich, zumindest, wenn es sich um Wespenspinnen handelt: Der Duft der Spinnen unter http://www3.interscience.wiley.com/journal/40002873/home/press/201007press.html

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BDP-Newsletter Archiv
Hans-Werner Drewe (Tel. 030 - 209 166 660, drewe@bdp-verband.de)