
Impressum


|
BDP-Newsletter Februar 2010

In dieser Ausgabe:
• Fachvorträge beim Tag der Psychologie: Kurzentschlossene
sollten vorab anrufen
• Notfallpsychologische Versorgung am Beispiel Haiti
• Kinderschutz: BDP in neue Gesetzgebungsinitiative einbezogen
• VPP begrüßt ZI-Studie zur Kostenstrukturerhebung
in Praxen
• StPO-Reform: BDP fordert Zeugnisverweigerungsrecht auch für
Psychologen
• IUPsyS macht sich stark für Psychologen-Beteiligung an
ICD-10-Revision
• EFPA begrüßt Barroso-Programmatik der Sozialen Marktwirtschaft
• Hauptteil des Gendiagnostikgesetzes seit 1.2.2010 in Kraft
• Neues Profil für Deutschen Psychologie Preis
• Engagierte Schulpsychologen geehrt
• ZPID will mit Nutzerbefragung sein Angebot für Psychologen
optimieren
• Springer verleiht 2010 wieder E-Learning Award Psychologie
• Video-Wettbewerb "Was machen eigentlich Schulpsychologen?"
• Original-Dokumente der Psychologin Martha Muchow entdeckt
• Haus der Psychologie offiziell eröffnet
• Neue Website für Arbeitsgemeinschaft Ausbildungsinstitute
und VPP
• SERVICE, TIPPS und TERMINE
|
AKTUELLES
THEMA |
Notfallpsychologische Versorgung am Beispiel Haiti
Auch deutsche Notfallpsychologen können nach Ansicht des Trauma-Experten
Dr. Georg Pieper der vom Erdbeben in Haiti betroffenen Bevölkerung vor
Ort helfen. Eine erste notfallpsychologische Hilfe sollte möglichst
frühzeitig geleistet werden, erklärt Pieper in einem Interview
zu Interventionen und Methoden der Notfallpsychologie am Beispiel Haiti,
das in der März-Ausgabe von Report Psychologie erscheint.Gelinge es
dabei nicht, eine gemeinsame Sprache zu finden, könne der Notfallpsychologe
versuchen, mit deutlicher Gestik, Mimik und Tonfall zur Beruhigung der Betroffenen
beizutragen und emotionalen Beistand zu leisten. „Die kognitive Aufarbeitung
der Geschehnisse anhand einer logischen Zeitabfolge, um das Geschehene zu
begreifen, folgt nach einigen Tagen, die emotionale Aufarbeitung erst nach
Wochen oder Monaten.“ Notfallpsychologie habe sich aber auch um die
Helfer zu kümmern, meint Pieper. Besonders wichtig bei derartig extremen
Einsätzen wie auf Haiti sei es, ihnen regelmäßige Pausen
zu verordnen. Der Wunsch helfen zu wollen führe bei vielen Helfern dazu,
die eigenen Grenzen der Belastbarkeit nicht mehr wahrzunehmen. In den Pausen
sollen sich die Helfer körperlich erholen, aber auch die Gelegenheit
haben, ihre belastenden Erlebnisse loszuwerden. Danach könnten sie wieder
geordneter und emotional gefestigter in den nächsten Einsatz gehen.
Nach Piepers Eindruck haben sich die Sensibilität und das Bewusstsein
einer Fürsorgepflicht gegenüber den Angestellten und Mitarbeitern
der zuständigen Behörden und Organisationen in Deutschland in den
letzten Jahren eindeutig erhöht. BDP-Mitglied Pieper engagiert sich
auch berufspolitisch für die Notfallpsychologie u. a. indem er die Föderation
Deutscher Psychologenvereinigungen (BDP und Deutsche Gesellschft für
Psychologie) im Standing Committee on Disaster and Crisis Psychology der
Europäischen Föderation von Psychologenverbänden vertritt.
Neben dem Interview mit Georg Pieper enthält die kommende Ausgabe von
Report Psychologie (erscheint am 8.3.2010) einen Beitrag der Leiterin der
Fachgruppe Notfallpsychologie im BDP, Clivia Langer, zum Thema. Sie geht
darin der Frage nach, wie Einsatzkräfte nach ihrer Rückkehr unterstützt
und psychologisch betreut werden können. Eine Gesamt-Vorschau auf Report
Psychologie, Heft 3-2010, ist zu finden unter www.report-psychologie.de/hinweise/schwerpunktthemen.html
Informationen zu Notfallpsychologie und Krisenintervention im Internet
Psychologen/innen, die im Bereich der Krisenintervention und
Notfallpsychologie tätig sind oder werden möchten, finden in diesem
Monat auch auf der Internet-Seite von Report Psychologie einige interessante
Neuerscheinungen, Linktipps sowie Hinweise auf Fortbildungsveranstaltungen: www.report-psychologie.de/tipp/
|
NACHRICHTEN |
Kinderschutz: BDP in neue Gesetzgebungsinitiative einbezogen
Das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend strebt
nach wie vor eine Verbesserung des Kinderschutzes an. Bei einer dazu anberaumten
Verbändeanhörung am 27.1.2010 (der BDP war durch seinen Referenten
für Fachpolitik Fredi Lang vertreten) betonte die neue Ministerin Kristina
Schröder (die damals noch Köhler hieß), dass es ihr nicht
lediglich um eine Wiedereinbringung der im letzten Jahr im Bundestag gescheiterten
Gesetzesänderung gehe, sondern vor allem darum, die Gesetze zum Kinderschutz
wirksamer zu machen. Dazu solle die Diskussion mit den Verbänden und
die Berücksichtigung von Evaluationsergebnissen dienen. Arbeitsgruppen
wurden beauftragt, bis zum Sommer Vorschläge zu erarbeiten, um sie dann
auf einem Fachtag zusammenzuführen. Die Ministerin hob außer der
Bedeutung der Prävention auch die Notwendigkeit der intensiven Diskussion über
Interventionsmöglichkeiten hervor und unterstrich die Bedeutung der
Vernetzung von Strukturen und Ressorts und der Verbesserung der Rechtssicherheit
für die betroffenen Berufsgruppen. Der BDP wird wie bereits in der letzten
Legislaturperiode seine fachliche Expertise auch diesmal aktiv in den Gesetzesprozess
einbringen. (Pressemitteilung des Ministeriums zum Thema: www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Presse/pressemitteilungen,did=133726.html)
VPP begrüßt ZI-Studie zur Kostenstrukturerhebung in Praxen
Eine repräsentative Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche
Versorgung (ZI) soll einen Überblick über Kosten- und Leistungsstruktur
in deutschen Arzt- und Psychotherapeutenpraxen liefern. Dazu werden seit
Mitte Februar rund 7.000 zugelassene Ärzte- und Psychotherapeutenpraxen
in Deutschland stichprobenartig ausgewählt und angeschrieben. Die Studie
(ZI-Praxis-Panel) soll die Veränderung der Investitions- und Betriebskosten
der Vertragsarzt- und Therapeutenpraxen sowie deren regionale Unterschiede
dokumentieren, um sie in den Honorarverhandlungen für 2011 mit den Krankenkassen
geltend machen zu können. Der Verband Psychologscher Psychotherapeuten
(VPP) im BDP unterstützt die Befragung, weil mit ihr ein wichtiger Beitrag
zur Verbesserung der Vergütungssituation geleistet werden kann. Der
VPP bittet BDP-Mitglieder, die einen Fragebogen erhalten, sich an folgende
Ansprechpartner zu wenden: Eva Schweitzer-Köhn: Tel. 030-6921132, praxis@schweitzer-koehn.de;
Uschi Gersch: Tel. 0221-94339485, Uschi.Gersch@gmx.de.
VPP-Mitglieder finden weitere ausführliche Informationen im Mitgliederbereich
der VPP-Website unter www.vpp.org/mitglieder/infos/2010/100205_zipp.html
StPO-Reform: BDP fordert Zeugnisverweigerungsrecht auch für Psychologen
Anlässlich des vorliegenden Referentenentwurfs zur Gleichstellung von
Rechtsanwälten und Strafverteidigern im Rahmen des § 160a StPO
hat der BDP in einem Schreiben an das Bundesministerium der Justiz (BMJ)
auf das Fehlen des Zeugnisverweigerungsrechts für Psychologen hingewiesen.
Es sei nicht nachzuvollziehen, dass Psychologen mit guten Gründen der
strafbewehrten Schweigepflicht unterliegen, aber nicht wie beinahe alle anderen
der in § 203 StGB genannten schweigeverpflichteten Berufen strafprozessual
ein Zeugnisverweigerungsrecht zugestanden bekommen. Psychologen böten
Dienstleistungen an, deren Wirksamkeit wie kaum bei einem anderen schweigeverpflichteten
Beruf davon abhänge, dass ihre Klienten auf ihre Verschwiegenheit vertrauen
können, betont der BDP. Der Verband erwartet, dass seine Argumente angemessen
berücksichtigt werden, wenn das BMJ demnächst wie im Koalitionsvertrag
vorgesehen prüft, ob die Einbeziehung weiterer Berufsgeheimnisträger
in den absoluten Schutz des § 160a Abs. 1 StPO angezeigt und im Hinblick
auf die Durchsetzung des Strafverfolgungsanspruches des Staates vertretbar
ist. Der BDP wird seine Haltung auch über den Bundesverband der Freien
Berufe (BFB) in den Prüfprozess einbringen. Der BFB ist vom BMJ bereits
um eine diesbezügliche Stellungnahme gebeten worden.
IUPsyS macht sich stark für Psychologen-Beteiligung an ICD-10-Revision
Bei der Revision des Kapitels über Psychische und Verhaltensstörungen
in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten ICD-10 wollen die International
Union of Psychological Science (IUPsyS)
und die Welt-Gesundheitorganisation (WHO) verstärkt zusammenarbeiten.
Die IUPsyS betrachtet die Einflussnahme auf die ICD-10-Revision als eine
ihrer derzeit strategisch wichtigsten Aufgaben. Dabei konnte sie bereits
erreichen, dass mit Dr. Geoffrey Reed erstmals ein Psychologe die Position
des leitenden Projektmanagers für die ICD-Revision besetzt. Im Übrigen
geht es vorrangig darum, für die WHO eine weltweite Befragung und Beteiligung
der Berufsangehörigen zu organisieren und damit für die Psychologenschaft
mit der World Psychiatric Association (WPA) gleichzuziehen, auf die sich
die WHO bislang hauptsächlich gestützt hat. Um ihr Vorhaben zu
realisieren, hat die IUPsyS ihre Mitgliedsorganisationen, darunter die Föderation
Deutscher Psychologenvereinigungen, zur Mitwirkung aufgerufen. Die Föderation
hat diese mittlerweile in großem Umfang – insbesondere bei der
Erarbeitung von Vorschlägen zur Revision der ICD-10 – zugesagt
und Prof. Dr. Dr. Andreas Maercker von der Uni Zürich zu ihrem Beauftragten
für das Projekt ernannt.
EFPA begrüßt Barroso-Programmatik der Sozialen Marktwirtschaft
Die Europäische Föderation von Psychologen-Vereinigungen (EFPA)
hat die Betonung der sozialen Marktwirtschaft als Ausweg aus der gegenwärtigen
Krise in dem von Präsident José Manuel Barroso präsentierten
Programm (www.ec.europa.eu/eu2020/)
der neuen Europäischen Kommission begrüßt. Damit werde die
Bedeutung des Faktors Mensch als Quelle wirtschaftlichen Wachstums, sozialer
Integration, des Umweltschutzes sowie von Gesundheit und Wohlergehen unterstrichen,
erklärt die EFPA. Psychologische Faktoren gelte es in vielen von der
EU-Strategie berührten Bereichen zu berücksichtigen, Wissen und
Kompetenz des Faches wie des Berufes sollten genutzt werden, die menschlichen
und sozialen Anliegen der EU-Agenda 2020 ein- und vorzuanbringen. Die Stellungnahme
der EFPA ist veröffentlicht unter www.efpa.eu/news/efpa-comments-on-eu-2020
Hauptteil des Gendiagnostikgesetzes seit 1.2.2010 in Kraft
Ziel des Gendiagnostikgesetzes ist es, die mit der Untersuchung
menschlicher genetischer Eigenschaften verbundenen möglichen Gefahren
und genetische Diskriminierung zu verhindern und gleichzeitig die Chancen
des Einsatzes genetischer Untersuchungen für den Einzelnen zu wahren.
So wird u. a. geregelt, dass genetische Untersuchungen nur durchgeführt
werden dürfen, wenn die betroffene Person in die Untersuchung rechtswirksam
eingewilligt hat. Genetische Untersuchungen bei nicht einwilligungsfähigen
Personen müssen einen gesundheitlichen Nutzen für die untersuchte
Person haben. Im Arbeitsrecht sind genetische Untersuchungen auf Verlangen
des Arbeitgebers grundsätzlich verboten. Auch darf der Arbeitgeber die
Ergebnisse einer im anderen Zusammenhang vorgenommenen genetischen Untersuchung
nicht erfragen, entgegennehmen oder verwenden. Versicherungsunternehmen dürfen
beim Abschluss eines Versicherungsvertrages grundsätzlich weder die
Durchführung einer genetischen Untersuchung noch Auskünfte über
bereits durchgeführte Untersuchungen verlangen. Zur Vermeidung von Missbrauch
müssen die Ergebnisse bereits vorgenommener genetischer Untersuchungen
vorgelegt werden, wenn eine Versicherung mit einer sehr hohen Versicherungssumme
(300.000 Euro) abgeschlossen werden soll. Weitere Informationen unter www.bmg.bund.de/
Neues Profil für Deutschen Psychologie Preis
Mit 20.000 statt bisher 5.000 Euro ist ab 2011 der Deutsche Psychologie
Preis dotiert, der seit 1992 für herausragende wissenschaftliche und
zugleich besonders praxisrelevante Leistungen auf dem Gebiet der Psychologie
verliehen wird. Mit der Erhöhung der Preisgeldes geht allerdings einher,
dass die Auszeichnung künftig nicht mehr jährlich sondern alle
zwei Jahre vergeben wird. Neu ist auch, dass sich zu BDP, Deutscher Gesellschaft
für Psychologie und Christoph-Dornier-Stiftung für Klinische Psychologie
die Bundestherapeutenkammer als vierte im Bunde der auslobenden Organisationen
gesellt und dass der Preis zugunsten einer besseren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit
in Zukunft immer an einem prominenten Ort in Berlin verliehen werden soll.
Engagierte Schulpsychologen geehrt
Für besonderes Engagement und besondere Verdienste im Schulleben hat
NRW-Schulministerin Barbara Sommer kürzlich 72 Persönlichkeiten
ausgezeichnet. Unter ihnen sind auch der derzeitige Vorsitzende der Sektion
Schulpsychologie im BDP Stefan Drewes, der ehemalige Sektionsvorsitzende
Lothar Dunkel und als weitere BDP-Mitglieder die Schulpsychologen Ursula
Hentschel, Dr. Sven Christoph Plath, Norbert Seeger und Elmar Undorf. (Presseinformation
des Ministeriums: www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/PM_2009/pm_26_10_2009_pdf.pdf)
ZPID will mit Nutzerbefragung sein Angebot für Psychologen optimieren
Das Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID)
führt noch bis Ende des Monats eine Online-Umfrage zu Bekanntheit, Bewertung
und Verbesserung seiner Produkte und Dienste (u. a. PSYNDEX, PsychData, PsychSpider,
PsychLinker) durch. Der BDP unterstützt dieses Anliegen und bittet seine
Mitglieder, sich für die Befragung die benötigte Zeit (10 - 15
Minuten) zu nehmen. Zur Umfrage: www.unipark.de/uc/tr_uni_trier_decieux_ul/d360/.
Die Ergebnisse dienen der Optimierung der Serviceangebote des ZPID. ZPID
bietet BDP-Mitgliedern übrigens die Nutzung von PSYNDEX zu äußerst
günstigen Konditionen an: Die Datenbank ist BDP-Mitgliedern für
eine Jahrespauschale von nur 40,- EUR (Studierende 25,- EUR) unbegrenzt zugänglich.
Springer verleiht 2010 wieder E-Learning Award Psychologie
E-Learning ist in der Welt der Lehre angekommen – und die Psychologie
spielt ganz vorne mit. In diesem Jahr will es der wissenschaftliche Springer
Verlag wieder wissen: Was hat sich getan im Bereich elektronischer Online-Lernumgebungen
für das Lesen, Lernen, Wiederholen, Recherchieren, Vertiefen und Verankern
von Wissen? Der Verlag schreibt daher zum zweiten Mal den mit 1.500 Euro
dotierten E-Learning Award Psychologie aus. Ausgezeichnet werden innovative
und originelle E-Learning-Umgebungen, die von Psychologie-Fakultäten
entwickelt wurden. Ausschreibungstext, Teilnahmebedingungen und Bewerbungsunterlagen
unter www.lb-psychologie.de/projekte/e_learning_award_psychologie
Video-Wettbewerb "Was machen eigentlich Schulpsychologen?"
Der Wettbewerb um den Videopreis der Europäischen Schulpsychologen 2010
hat begonnen! Bis zum 31. Mai können Wettbewerbsbeiträge unter
dem Motto „Was machen eigentlich Schulpsychologen?“ online über
die Webseite des europäischen Netzwerks von Psychologen/innen im Erziehungssystem
N.E.P.E.S. eingereicht werden: www.nepes.eu/?q=node/502
Original-Dokumente der Psychologin Martha Muchow entdeckt
Die 1928 von Martha Muchow veröffentlichten Fragebögen zum Thema "magische
Alltagspraktiken" bei Jugendlichen und Erwachsenen galten lange Zeit
als verschollen. Privatdozentin Dr. Meike Watzlawik von der TU Braunschweig
hat die Originale nun während eines Forschungsaufenthaltes an der Clark
University, MA USA, gefunden und der Uni Hamburg übergeben. Martha Muchow
wurde 1892 geboren und studierte als eine der ersten Frauen Psychologie,
Philosophie, deutsche Philologie und Literaturgeschichte. 1923 schloss sie
das Studium an der Uni Hamburg ab und forschte fortan unter William Stern
am Psychologischen Laboratorium. 1930 wurde sie zum Wissenschaflichen Rat
ernannt und fand auch international mit ihrer Forschungsarbeit Anerkennung.
Nach der Übernahme des Psychologischen Instituts durch Nationalsozialisten
wurde Martha Muchow entlassen. Unmittelbar darauf unternahm sie einen Selbstmordversuch,
an dessen Folgen sie 1933 starb. Ausführliche Informationen zu Leben
und Arbeit von Martha Muchow sind nachzulesen unter: www.life.epb.uni-hamburg.de/files/muchow_laudatio_faulstich_wieland_2007.pdf.
|
BDP
INTERN |
Haus der Psychologie offiziell eröffnet
Acht gut besuchte Fachvorträge und Informationsveranstaltungen sowie
eine feierliche Soiree mit einigen durchaus launigen Redebeiträgen und
anschließendem Empfang prägten den Tag der Psychologie, mit dem
der BDP und seine Tochtergesellschaften am 22. Januar 2010 die offizielle
Eröffnung ihres Hauses der Psychologie in Berlin begingen. So diente
der Tag dazu, der Öffentlichkeit einen Ausschnitt aus der Vielfalt psychologischer
Arbeitsgebiete vorzustellen, Kollegen über den neuesten Stand wissenschaftsbasierter
Berufspraxis zu informieren, die Pläne für die Psychologische Hochschule
Berlin zu präsentieren und den Kontakt zu viel Prominenz aus der deutschen
Psychologie und Psychotherapie zu vertiefen.

Unter denen mit Rang und Namen, die der Einladung gefolgt waren, befanden
sich die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie
(DGPs), Prof. Ursula M. Staudinger, und ihr president elect, Prof. Peter
Frensch von der Humboldt Universität Berlin, der Präsident der
Berliner Psychotherapeutenkammer Michael Krenz, der Psychiatriekoordinator
des Bezirks Berlin-Mitte, Stefan Kolodziejczak, der Verleger Dr. G.-Jürgen
Hogrefe,der Leiter des Zentrums für Psychologische Information und
Dokumentation (ZPID),Prof. Günter Krampen, und der bei verdi für
die Psychologen und Psychotherapeuten zuständige Referatsleiter Gerd
Dielmann.Allen Grund zu Optimismus sah der Vizepräsident des Bundesverbands
der Freien Berufe und Präsident der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz,
Edgar Wilk, in der Eröffnung des Hauses: „Wenn der BDP glaubt,
ein Haus der Psychologie zu brauchen, dann gibt es kein besseres Zeichen
für die Zukunft des Freien Berufs“, betonte er in seinem Festvortrag.
Ein ausführlicher Bericht zum Tag der Psychologie erscheint in der
April-Ausgabe von Report Psychologie.

Neue Website für Arbeitsgemeinschaft Ausbildungsinstitute und
VPP
Auf der VPP-Website gibt es ab sofort einen neuen Bereich:
Arbeitsgemeinschaft Ausbildungsinstitute und VPP für wissenschaftlich
begründete Psychotherapieausbildung (AVP). Die Adresse lautet: www.vpp.org/avp.
Informationen zum AVP-Symposium Ende März unter TIPPS und TERMINE.
|
SERVICE |
Haben Sie schon Ihr Berufshaftpflicht-Update? – Wirtschaftsdienst
listet Vorteile auf
Im Rahmen seiner seit ein paar Wochen laufenden Sonderaktion
zur Umstellung bestehender Berufshaftpflicht-Versicherungen (vgl. BDP-Newsletter
1-2010) informiert die Wirtschaftsdienst GmbH des BDP auf ihrer Internetseite
ausführlich über die Verbesserungen, die sich aus dem angebotenen
Update ergeben. Dazu gehören (1) die Anhebung der Deckungssumme für
Personen- und Sachschäden auf 3.000.000 Euro pauschal (entspricht einem
angemessenen Versicherungsschutz nach der Berufsordnung für Psychotherapeuten).
(2) Optionale Anhebung der Deckungssumme für Vermögensschäden
auf 200.000 Euro. Nach Einschätzung des BDP-Wirtschaftsdienstes ist
Psychologen diese Anhebung in vielen Fällen zu empfehlen. (3) Einschluss
von Umwelthaftpflicht-Basis und Umweltschaden-Versicherung. Damit werden
gesetzliche Neuregelungen der letzten Jahre erfüllt. (4) Internetklausel:
Berücksichtigt Änderungen in der Kommunikation mit Patienten, Kunden
und Kollegen auf elektronischem Wege und die Nutzung des Internets. (5) Schutz
vor Verstößen gegen das Bundesdatenschutzgesetz. (6) AGG-Klausel:
Sie deckt weitgehend die Risiken ab, die das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz
geschaffen hat. (7) Für Mietsachschäden besteht ohne Mehrbeitrag
ein umfassender Schutz. (8) Der Verlust fremder beruflicher Schlüssel
ist ebenfalls kostenfrei eingeschlossen. (9) Last but not least: Eine umfassende
und in Vergleichen äußerst positiv bewertete Privathaftpflicht-Versicherung
kann in die aktualisierte Berufshaftpflicht-Versicherung eingeschlossen werden.
Weitere Informationen: www.bdp-wirtschaftsdienst.de/2010/sonderaktion/
Neu: BDP-Wirtschaftsdienst kooperiert mit GKV-Kassen
Die ersten gesetzlichen Krankenkassen erheben Zusatzbeiträge. Deshalb
empfiehlt der Wirtschaftsdienst (WD) des BDP, zu prüfen, ob nicht jetzt
der Wechsel in die private Krankenversicherung sinnvoll ist. Lediglich Besonderheiten
im Einzelfall wie schwerwiegende Vorerkrankungen oder die Notwendigkeit der
kostenpflichtigen Mitversicherung weiterer Personen könnten dagegen
sprechen. Für BDP-Mitglieder besteht ein Kollektiv-Rahmenvertrag, der
Beitragsvorteile und leistungsstarke Produkte miteinander verbindet. Allen,
die in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben wollen oder müssen,
empfiehlt WD-Geschäftsführer Dr. Michael Marek, zu einer leistungs-
und servicestarken Kasse wechseln, mit denen der Wirtschaftsdienst neuerdings
ebenfalls kooperiert. Es handelt sich um die Hanseatische Krankenkasse und
die BKK Pfalz. Beide zeichnen sich lt. WD seit langem durch eine hohe Servicequalität
aus und beide haben nicht die Absicht, in 2010 einen Zusatzbeitrag zu erheben.
Darüber hinaus bieten beide Kassen eine Reihe interessanter Zusatzleistungen
an, wie z. B. Zuschuss zu einer privaten Zusatzkranken- und/oder Auslandsreisekranken-Versicherung,
Erstattung der Praxisgebühr unter bestimmten Voraussetzungen (HEKPlus-Programm)
und Zuschuss zu Gesundheits- und Vorsorgemaßnahmen. Details sind auf
der Website des WD zu finden unter www.bdp-wirtschaftsdienst.de/person/ges-kranken.shtml
www.psychologenverlag.de: Bestellen und gewinnen!
Fachliteratur einfach und bequem online bestellen - mit dem Online-Bestellshop
des Deutschen Psychologen Verlags http://www.psychologenverlag.de haben Sie
dazu die Möglichkeit. Alle Neuerscheinungen, sämtliche Backlist-Titel
und alle lieferbaren Ausgaben der drei BDP-Zeitschriften sind dort erhältlich.
Zudem werden vergriffene Bücher oder Zeitschriftenausgaben als preisgünstige
E-Books angeboten. Mit etwas Glück können Sie bei Ihrer nächsten
Bestellung auch noch etwas gewinnen: Der Kunde oder die Kundin mit der Bestellnummer
3.500, die in Kürze erwartet wird, erhält vom Verlag ein kleines "Jubiläums-Geschenk".
Neugierig geworden? Ein Klick genügt: www.psychologenverlag.de
DPV-Aktion zum Weltkrebstag
"Ein gesunder Lebensstil kann Krebs vorbeugen" heisst das Thema
einer neuen Kampagne, die am Weltkrebstag (4. Februar) gestartet wurde. Der
Deutsche Psychologen Verlag bietet aus diesem Anlass noch bis Ende Februar
für seine Ratgeber zum Thema "Psychoonkologie" eine versandkostenfreie
Lieferung an. Die Ratgeber findet man unter www.psychologenverlag.de/advanced_search_result.php?keywords=steinvorth.
Wichtig: Um das Angebot zu nutzen, senden Sie Ihre Bestellung bitte an die
E-Mail-Adresse verlag@psychologenverlag.de.
Weitere Informationen zum Weltkrebstag findet man unter www.uicc.org
DPV-Veranstaltungstipp für März
Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse (www.leipziger-buchmesse.de/)
(18.-21. März) bietet der DPV ausgewählte Titel aus seinem Programm
an. Messebesuchern besonders zu empfehlen: Das "Forum Seelische Gesundheit" (Halle
3, F402 - F406), ein Gemeinschaftsstand, an dem sich insgesamt fünf
Verlage aus den Bereichen Psychologie und Gesundheit beteiligen. Programm
des Forums unter www.report-psychologie.de/hinweise/termine.html
"Praxis der Rechtspsychologie" - Neue Buchreihe zur Zeitschrift
Mit dem Band "Diagnostik der Beschwerdenvalidität" liegt seit
Kurzem der erste Titel aus der neuen Buchreihe "Praxis der Rechtspsychologie" vor. "Es
kann, da es kein vergleichbares Werk im deutschen Sprachraum gibt, jedem
Gutachter zur Pflichtlektüre empfohlen werden", urteilt Dr. Wolfgang
Hausotter (Rezension auf amazon.de). In insgesamt 15 Beiträgen namhafter
Autoren wird das Themenspektrum im Umfeld der Diagnostik negativ verzerrten
Antwortverhaltens nun vollständig und auf Basis neuester Erkenntnisse
dargestellt. BDP-Mitglieder können das Buch zum Vorteilspreis von 19,80
Euro (statt 23,80 Euro) bestellen. Mehr zum Inhalt und eine Bestellmöglichkeit
findet man im DPV-Shop: http://www.psychologenverlag.de/product_info.php/info/p252.
Alle Informationen rund um die Sektionszeitschrift "Praxis der Rechtspsychologie" gibt
es wie gewohnt auf der Homepage www.praxisderrechtspsychologie.de
Erfolgsfaktoren für Wirtschaftspsychologen
Wie kommt der Coach zu seinen Kunden? Welche Chancen gibt es
für die Wirtschaftspsychologie? Was beschleunigt reale Wunscherfüllungen?
Wie lassen sich Misserfolge verhindern? All diese zentralen Fragen werden
im Themenheft 1/10 „Wege zum Erfolg“ der Wirtschaftspsychologie
aktuell behandelt, das im März erscheint. Wer das "Unternehmer-Paket" von
Wirtschaftspychologie aktuell bestellt, erhält die Erfolgsfaktoren-Ausgabe
zum Vorteilspreis. Hier geht’s zum Vorteilspaket: www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/lp/800605abo.php
Attraktives Themenheft für wirtschaftspsychologische Angebote
Das Themenheft „Wege zum Erfolg“ der Wirtschaftspsychologie aktuell,
das am 25. März erscheint, bietet das ideale redaktionelle Umfeld für
Coaching-, Seminar- oder Stellenangebote. Mit einer einzigen Anzeige werden
rund 3.000 psychologie-interessierte Führungskräfte und Personaler
erreicht, die über Weiterbildung und Coaching im Unternehmen entscheiden.
Wer an einem maßgeschneiderten Angebot zur optimalen Präsentation
seiner Dienstleistungen interessiert ist, schreibe bis zum 25. Februar eine
E-Mail an wp@psychologenverlag.de
Schulpsychologie - Nächste Fortbildungsreihe startet Ende des Monats
Am 26. und 27. Februar 2010 startet in Köln mit „Rolle und Aufgaben
von Schulpsychologie im System Schule“ Modul 1 der einzeln buchbaren
sechsteiligen Reihe Schulpsychologie der Deutschen Psychologen Akademie (DPA)..
Weitere Informationen: www.dpa-bdp.de/veranstaltungen_NW2010-SCH-1_.html
Kompaktfortbildung Notfallpsychologie - Nächste Fortbildungsreihe
beginnt im Juni
„Einführung in die Notfallpsychologie“ als Modul 1 dieser
Kompaktfortbildung findet am 19.06.2010 in Berlin im Haus der Psychologie
statt. Alle Module sind einzeln buchbar, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Bis Juni 2011 folgen fünf weitere Module. Die DPA bietet diese fundierte
und praxisorientierte Kompaktfortbildung für eine eigenständige
Tätigkeit im Bereich Notfallpsychologie seit 2008 an. Mit der Teilnahme
werden innerhalb der „Qualifizierung in Notfallpsychologie“ der
Fachgruppe Notfallpsychologie in der Sektion Klinische Psychologie des BDP
die Theorienachweise sowie die Kenntnisse in den Bereichen Psychotraumatherapie
und Psychopathologie abgedeckt. Nähere Informationen zu allen Modulen: www.dpa-bdp.de/veranstaltungen_B2010-NOT-2_.html
DPA-Seminare zu Berufseinstieg und Karriereplanung, Existenzgründung
und Praxisführung
Seminar Existenzgründung in der Gesundheitspsychologie am 3./4.9.2010
in Hamburg (Dozentin: Dipl.-Psych. Julia Scharnhorst) über Selbstständigkeit
speziell in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention,
Wellness und Gesundheitsmanagement. Nähere Informationen unter www.dpa-bdp.de/veranstaltungen_HH2010-GF-1_.html
Intensiv-Personaltraining: Berufs-, Laufbahn- und Karriereplanung
für Berufseinsteiger. Das an zwei Terminen im September und Oktober
2010 stattfindende Seminar im Haus der Psychologie in Berlin vermittelt Wissen über
den Arbeitsmarkt und berufswirtschaftliche Zusammenhänge für Psychologen.
Darüber hinaus soll das an den konkret gegebenen Voraussetzungen und
Kompetenzen der eigenen Person anknüpfende “How to do“ Schwerpunkt
des Trainings speziell für Berufseinsteiger sein. Nähere Informationen
unter http://www.dpa-bdp.de/veranstaltungen_B2010-K-1_.html
|
TIPPS
UND TERMINE |
Zuschuss vom Staat für Weiterbildung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt
Erwerbstätige in ihrer beruflichen Weiterbildung mit jährlich bis
zu 500 Euro Zuschuss (Prämiengutschein) zu den Kosten für einen
Kurs oder eine Prüfung. Voraussetzung: Das zu versteuernde Jahreseinkommen
liegt nicht über 25.600 Euro (Ehepaare: 51.200 Euro). Mehr Info unter http://www.bildungspraemie.info
Stellenangebote im öffentlichen Dienst
Wer eine Arbeitsstelle im öffentlichen Dienst sucht, kann sich unter www.bund.de/cln_181/DE/Stellenangebote/Festeinstellung/festeinstellung_node.htmlumfassend über
offene Stellen in Deutschland informieren. Suchfilter ermöglichen eine
detaillierte Recherche.
51. Jahrestagung der BDP-Fachgruppe Geistige Behinderung
12./13.3.2009, Ebsdorfergrund-Frauenberg (bei Marburg). Details: www.bdp-klinische-psychologie.de/fachgruppen/gruppe6.shtml
AVP-Symposium "Psychotherapie - Einblicke und Ausblicke"
27.3.2010, Berlin, Thema: Diskussion in der Profession über ihr Therapie-
und Menschenverständniss mit dem Ziel, alle Ressourcen der verschiedenen
therapeutischen Richtungen für eine gute Versorgung der Bevölkerung
mit Psychotherapie zu erschließen. Programm und Anmeldeformular unter www.vpp.org/meldungen/09/91222_avp.html
8. Fachtagung für Psychologiedidaktik und Evaluation
Die Tagung der Sektion Aus-, Fort- und Weiterbildung im BDP findet
statt am 14./15.Mai 2010 in Frankfurt am Main. Mehr Info unter www.bdp-afw.de/aktuell/2010/fachtagung/termine.html.
8. Kongress für Wirtschaftspsychologie
Die Veranstaltung der Sektion Wirtschaftspsychologie im BDP steht
unter dem Motto "Psychologie in der Wirtschaft: Chancen und Herausforderungen" und
findet am 14./15. Mai 2010 in Potsdam statt. Mehr Info unter www.psychologie-in-der-wirtschaft.de
[Fast?] Forward! Du bestimmst die Richtung!
Vom 14. bis zum 16. Mai 2010 veranstaltet die Bundesvereinigung
Psychologie-Studierender (BV) im BDP an der Uni Trier den 14. Psychologiestudierendenkongress
unter dem Motto "Psychology [Fast?] Forward! Du bestimmst die Richtung!" Im
Rahmen dieses Kongresses findet auch die Mitgliederversammlung der BV statt,
für die der BV-Vorstand engagierte Nachfolge-Kandidaten/innen sucht.
Weitere Kongress-Informationen unter www.bv-kongress.de
Psychosomatik-Konferenz 2010
Die Uni-Klinik für Medizinische Psychologie, Innsbruck, organisiert
die größte europäische Psychosomatik-Tagung (EACLPP-ECPR
2010 Tagung, 30.6.–3.7.2010). Die u.a. mit dem Berufsverband Österreichischer
Psychologen (BÖP) kooperierenden Veranstalter halten es aus europäischer
berufspolitischer Sicht für sehr wichtig, dass auch viele in psychosomatischen
Bereichen tätige Psychologen/innen aktiv an der Tagung teilnehmen. Mehr
Info unter www.eaclpp-ecpr2010.org
6. Gemeinsames Symposium Verkehrsmedizin
(DGVM) und Verkehrspsychologie (DGVP) 1.-2. Oktober 2010, Tübingen,
Schwerpunktthema: Schläfrigkeit als Unfallursache. Mehr Info unter www.conventus.de/verkehr2010
Alle BDP-Termine sowie Tagungen und Kongresse mit und ohne BDP auf einen
Blick:
www.bdp-verband.de/aktiv/termine.html
|
ZU
GUTER LETZT |
Methylcitronensäuretrimethylester
- unaussprechlich, aber für Männer unwiderstehlich, zumindest,
wenn es sich um Wespenspinnen handelt: Der Duft der Spinnen unter http://www3.interscience.wiley.com/journal/40002873/home/press/201007press.html
|

|
In dieser Ausgabe:
• Fachvorträge beim Tag der Psychologie: Kurzentschlossene
sollten vorab anrufen
• Notfallpsychologische Versorgung am Beispiel Haiti
• Kinderschutz: BDP in neue Gesetzgebungsinitiative einbezogen
• VPP begrüßt ZI-Studie zur Kostenstrukturerhebung in Praxen
• StPO-Reform: BDP fordert Zeugnisverweigerungsrecht auch für Psychologen
• IUPsyS macht sich stark für Psychologen-Beteiligung an ICD-10-Revision
• EFPA begrüßt Barroso-Programmatik der Sozialen Marktwirtschaft
• Hauptteil des Gendiagnostikgesetzes seit 1.2.2010 in Kraft
• Neues Profil für Deutschen Psychologie Preis
• Engagierte Schulpsychologen geehrt
• ZPID will mit Nutzerbefragung sein Angebot für Psychologen optimieren
• Springer verleiht 2010 wieder E-Learning Award Psychologie
• Video-Wettbewerb "Was machen eigentlich Schulpsychologen?"
• Original-Dokumente der Psychologin Martha Muchow entdeckt
• Haus der Psychologie offiziell eröffnet
• Neue Website für Arbeitsgemeinschaft Ausbildungsinstitute und VPP
• SERVICE, TIPPS und TERMINE
|
AKTUELLES
THEMA |
Notfallpsychologische Versorgung am Beispiel Haiti
Auch deutsche Notfallpsychologen können nach Ansicht des Trauma-Experten
Dr. Georg Pieper der vom Erdbeben in Haiti betroffenen Bevölkerung vor
Ort helfen. Eine erste notfallpsychologische Hilfe sollte möglichst frühzeitig
geleistet werden, erklärt Pieper in einem Interview zu Interventionen
und Methoden der Notfallpsychologie am Beispiel Haiti, das in der März-Ausgabe
von Report Psychologie erscheint.Gelinge es dabei nicht, eine gemeinsame Sprache
zu finden, könne der Notfallpsychologe versuchen, mit deutlicher Gestik,
Mimik und Tonfall zur Beruhigung der Betroffenen beizutragen und emotionalen
Beistand zu leisten. „Die kognitive Aufarbeitung der Geschehnisse anhand
einer logischen Zeitabfolge, um das Geschehene zu begreifen, folgt nach einigen
Tagen, die emotionale Aufarbeitung erst nach Wochen oder Monaten.“ Notfallpsychologie
habe sich aber auch um die Helfer zu kümmern, meint Pieper. Besonders
wichtig bei derartig extremen Einsätzen wie auf Haiti sei es, ihnen regelmäßige
Pausen zu verordnen. Der Wunsch helfen zu wollen führe bei vielen Helfern
dazu, die eigenen Grenzen der Belastbarkeit nicht mehr wahrzunehmen. In den
Pausen sollen sich die Helfer körperlich erholen, aber auch die Gelegenheit
haben, ihre belastenden Erlebnisse loszuwerden. Danach könnten sie wieder
geordneter und emotional gefestigter in den nächsten Einsatz gehen. Nach
Piepers Eindruck haben sich die Sensibilität und das Bewusstsein einer
Fürsorgepflicht gegenüber den Angestellten und Mitarbeitern der zuständigen
Behörden und Organisationen in Deutschland in den letzten Jahren eindeutig
erhöht. BDP-Mitglied Pieper engagiert sich auch berufspolitisch für
die Notfallpsychologie u. a. indem er die Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen
(BDP und Deutsche Gesellschft für Psychologie) im Standing Committee on
Disaster and Crisis Psychology der Europäischen Föderation von Psychologenverbänden
vertritt. Neben dem Interview mit Georg Pieper enthält die kommende Ausgabe
von Report Psychologie (erscheint am 8.3.2010) einen Beitrag der Leiterin der
Fachgruppe Notfallpsychologie im BDP, Clivia Langer, zum Thema. Sie geht darin
der Frage nach, wie Einsatzkräfte nach ihrer Rückkehr unterstützt
und psychologisch betreut werden können. Eine Gesamt-Vorschau auf Report
Psychologie, Heft 3-2010, ist zu finden unter www.report-psychologie.de/hinweise/schwerpunktthemen.html
Informationen zu Notfallpsychologie und Krisenintervention im Internet
Psychologen/innen, die im Bereich der Krisenintervention und Notfallpsychologie
tätig sind oder werden möchten, finden in diesem Monat auch auf
der Internet-Seite von Report Psychologie einige interessante Neuerscheinungen,
Linktipps sowie Hinweise auf Fortbildungsveranstaltungen: www.report-psychologie.de/tipp/
|
NACHRICHTEN |
Kinderschutz: BDP in neue Gesetzgebungsinitiative einbezogen
Das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend strebt
nach wie vor eine Verbesserung des Kinderschutzes an. Bei einer dazu anberaumten
Verbändeanhörung am 27.1.2010 (der BDP war durch seinen Referenten
für Fachpolitik Fredi Lang vertreten) betonte die neue Ministerin Kristina
Schröder (die damals noch Köhler hieß), dass es ihr nicht lediglich
um eine Wiedereinbringung der im letzten Jahr im Bundestag gescheiterten Gesetzesänderung
gehe, sondern vor allem darum, die Gesetze zum Kinderschutz wirksamer zu machen.
Dazu solle die Diskussion mit den Verbänden und die Berücksichtigung
von Evaluationsergebnissen dienen. Arbeitsgruppen wurden beauftragt, bis zum
Sommer Vorschläge zu erarbeiten, um sie dann auf einem Fachtag zusammenzuführen.
Die Ministerin hob außer der Bedeutung der Prävention auch die Notwendigkeit
der intensiven Diskussion über Interventionsmöglichkeiten hervor und
unterstrich die Bedeutung der Vernetzung von Strukturen und Ressorts und der
Verbesserung der Rechtssicherheit für die betroffenen Berufsgruppen. Der
BDP wird wie bereits in der letzten Legislaturperiode seine fachliche Expertise
auch diesmal aktiv in den Gesetzesprozess einbringen. (Pressemitteilung des
Ministeriums zum Thema: www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Presse/pressemitteilungen,did=133726.html)
VPP begrüßt ZI-Studie zur Kostenstrukturerhebung in Praxen
Eine repräsentative Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche
Versorgung (ZI) soll einen Überblick über Kosten- und Leistungsstruktur
in deutschen Arzt- und Psychotherapeutenpraxen liefern. Dazu werden seit
Mitte Februar rund 7.000 zugelassene Ärzte- und Psychotherapeutenpraxen
in Deutschland stichprobenartig ausgewählt und angeschrieben. Die Studie
(ZI-Praxis-Panel) soll die Veränderung der Investitions- und Betriebskosten
der Vertragsarzt- und Therapeutenpraxen sowie deren regionale Unterschiede
dokumentieren, um sie in den Honorarverhandlungen für 2011 mit den Krankenkassen
geltend machen zu können. Der Verband Psychologscher Psychotherapeuten
(VPP) im BDP unterstützt die Befragung, weil mit ihr ein wichtiger Beitrag
zur Verbesserung der Vergütungssituation geleistet werden kann. Der VPP
bittet BDP-Mitglieder, die einen Fragebogen erhalten, sich an folgende
Ansprechpartner zu wenden: Eva Schweitzer-Köhn: Tel. 030-6921132, praxis@schweitzer-koehn.de;
Uschi Gersch: Tel. 0221-94339485, Uschi.Gersch@gmx.de.
VPP-Mitglieder finden weitere ausführliche Informationen im Mitgliederbereich
der VPP-Website unter www.vpp.org/mitglieder/infos/2010/100205_zipp.html
StPO-Reform: BDP fordert Zeugnisverweigerungsrecht auch für Psychologen
Anlässlich des vorliegenden Referentenentwurfs zur Gleichstellung von
Rechtsanwälten und Strafverteidigern im Rahmen des § 160a StPO hat
der BDP in einem Schreiben an das Bundesministerium der Justiz (BMJ)
auf das Fehlen des Zeugnisverweigerungsrechts für Psychologen hingewiesen.
Es sei nicht nachzuvollziehen, dass Psychologen mit guten Gründen der
strafbewehrten Schweigepflicht unterliegen, aber nicht wie beinahe alle
anderen der in § 203
StGB genannten schweigeverpflichteten Berufen strafprozessual ein Zeugnisverweigerungsrecht
zugestanden bekommen. Psychologen böten Dienstleistungen an, deren Wirksamkeit
wie kaum bei einem anderen schweigeverpflichteten Beruf davon abhänge,
dass ihre Klienten auf ihre Verschwiegenheit vertrauen können, betont
der BDP. Der Verband erwartet, dass seine Argumente angemessen berücksichtigt
werden, wenn das BMJ demnächst wie im Koalitionsvertrag vorgesehen prüft,
ob die Einbeziehung weiterer Berufsgeheimnisträger in den absoluten Schutz
des § 160a Abs. 1 StPO angezeigt und im Hinblick auf die Durchsetzung
des Strafverfolgungsanspruches des Staates vertretbar ist. Der BDP wird
seine Haltung auch über den Bundesverband der Freien Berufe (BFB) in den
Prüfprozess
einbringen. Der BFB ist vom BMJ bereits um eine diesbezügliche Stellungnahme
gebeten worden.
IUPsyS macht sich stark für Psychologen-Beteiligung an
ICD-10-Revision
Bei der Revision des Kapitels über Psychische und Verhaltensstörungen
in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten ICD-10 wollen die
International Union of Psychological Science (IUPsyS)
und die Welt-Gesundheitorganisation (WHO) verstärkt zusammenarbeiten.
Die IUPsyS betrachtet die Einflussnahme auf die ICD-10-Revision als eine
ihrer derzeit strategisch wichtigsten Aufgaben. Dabei konnte sie bereits
erreichen, dass mit Dr. Geoffrey Reed erstmals ein Psychologe die Position
des leitenden Projektmanagers für die ICD-Revision
besetzt. Im Übrigen geht es vorrangig darum, für die WHO eine weltweite
Befragung und Beteiligung der Berufsangehörigen zu organisieren und damit
für die Psychologenschaft mit der World Psychiatric Association (WPA)
gleichzuziehen, auf die sich die WHO bislang hauptsächlich gestützt
hat. Um ihr Vorhaben zu realisieren, hat die IUPsyS ihre Mitgliedsorganisationen,
darunter die Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen, zur Mitwirkung
aufgerufen. Die Föderation hat diese mittlerweile in großem Umfang – insbesondere
bei der Erarbeitung von Vorschlägen zur Revision der ICD-10 – zugesagt
und Prof. Dr. Dr. Andreas Maercker von der Uni Zürich zu ihrem Beauftragten
für das Projekt ernannt.
EFPA begrüßt Barroso-Programmatik der
Sozialen Marktwirtschaft
Die Europäische Föderation von Psychologen-Vereinigungen (EFPA) hat
die Betonung der sozialen Marktwirtschaft als Ausweg aus der gegenwärtigen
Krise in dem von Präsident José Manuel Barroso präsentierten
Programm (www.ec.europa.eu/eu2020/)
der neuen Europäischen Kommission
begrüßt. Damit werde die Bedeutung des Faktors Mensch als Quelle
wirtschaftlichen Wachstums, sozialer Integration, des Umweltschutzes
sowie von Gesundheit und Wohlergehen unterstrichen, erklärt die EFPA.
Psychologische Faktoren gelte es in vielen von der EU-Strategie berührten
Bereichen zu berücksichtigen, Wissen und Kompetenz des Faches wie des
Berufes sollten genutzt werden, die menschlichen und sozialen Anliegen
der EU-Agenda 2020 ein- und vorzuanbringen. Die Stellungnahme der EFPA
ist veröffentlicht
unter www.efpa.eu/news/efpa-comments-on-eu-2020
Hauptteil des Gendiagnostikgesetzes seit 1.2.2010 in Kraft
Ziel des Gendiagnostikgesetzes ist es, die mit der Untersuchung menschlicher
genetischer Eigenschaften verbundenen möglichen Gefahren und genetische
Diskriminierung zu verhindern und gleichzeitig die Chancen des Einsatzes
genetischer Untersuchungen für den Einzelnen zu wahren. So wird u. a.
geregelt, dass genetische Untersuchungen nur durchgeführt werden dürfen,
wenn die betroffene Person in die Untersuchung rechtswirksam eingewilligt
hat. Genetische Untersuchungen bei nicht einwilligungsfähigen Personen
müssen einen
gesundheitlichen Nutzen für die untersuchte Person haben. Im Arbeitsrecht
sind genetische Untersuchungen auf Verlangen des Arbeitgebers grundsätzlich
verboten. Auch darf der Arbeitgeber die Ergebnisse einer im anderen
Zusammenhang vorgenommenen genetischen Untersuchung nicht erfragen, entgegennehmen
oder verwenden. Versicherungsunternehmen dürfen beim Abschluss eines
Versicherungsvertrages grundsätzlich weder die Durchführung einer
genetischen Untersuchung noch Auskünfte über bereits durchgeführte
Untersuchungen verlangen. Zur Vermeidung von Missbrauch müssen die Ergebnisse
bereits vorgenommener genetischer Untersuchungen vorgelegt werden, wenn
eine Versicherung mit einer sehr hohen Versicherungssumme (300.000 Euro)
abgeschlossen werden soll. Weitere Informationen unter www.bmg.bund.de/cln_160/nn_1168258/sid_46E73284CB7ABFE7D8CFBD74584A9807/
SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2010/pm-29-01-10-gendg.html
Neues
Profil für Deutschen Psychologie Preis
Mit 20.000 statt bisher 5.000 Euro ist ab 2011 der Deutsche Psychologie
Preis dotiert, der seit 1992 für herausragende wissenschaftliche und
zugleich besonders praxisrelevante Leistungen auf dem Gebiet der
Psychologie verliehen wird. Mit der Erhöhung der Preisgeldes geht allerdings
einher, dass die Auszeichnung künftig nicht mehr jährlich sondern
alle zwei Jahre vergeben wird. Neu ist auch, dass sich zu BDP, Deutscher Gesellschaft
für Psychologie und Christoph-Dornier-Stiftung für Klinische Psychologie
die Bundestherapeutenkammer als vierte im Bunde der auslobenden Organisationen
gesellt und dass der Preis zugunsten einer besseren Wahrnehmung in
der Öffentlichkeit
in Zukunft immer an einem prominenten Ort in Berlin verliehen werden
soll.
Engagierte Schulpsychologen geehrt
Für besonderes Engagement und besondere Verdienste im Schulleben hat NRW-Schulministerin
Barbara Sommer kürzlich 72 Persönlichkeiten ausgezeichnet. Unter
ihnen sind auch der derzeitige Vorsitzende der Sektion Schulpsychologie
im BDP Stefan Drewes, der ehemalige Sektionsvorsitzende Lothar Dunkel
und als weitere BDP-Mitglieder die Schulpsychologen Ursula Hentschel,
Dr. Sven Christoph Plath, Norbert Seeger und Elmar Undorf. (Presseinformation
des Ministeriums: www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/PM_2009/pm_26_10_2009_pdf.pdf)
ZPID
will mit Nutzerbefragung sein Angebot für Psychologen optimieren
Das Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) führt
noch bis Ende des Monats eine Online-Umfrage zu Bekanntheit, Bewertung
und Verbesserung seiner Produkte und Dienste (u. a. PSYNDEX, PsychData,
PsychSpider, PsychLinker) durch. Der BDP unterstützt dieses Anliegen und
bittet seine Mitglieder, sich für die Befragung die benötigte Zeit
(10 - 15 Minuten) zu nehmen. Zur Umfrage: www.unipark.de/uc/tr_uni_trier_decieux_ul/d360/.
Die Ergebnisse dienen der Optimierung der Serviceangebote des ZPID. ZPID
bietet BDP-Mitgliedern übrigens die Nutzung von PSYNDEX zu äußerst
günstigen Konditionen an: Die Datenbank ist BDP-Mitgliedern für eine
Jahrespauschale von nur 40,- EUR (Studierende 25,- EUR) unbegrenzt zugänglich.
Springer
verleiht 2010 wieder E-Learning Award Psychologie
E-Learning ist in der Welt der Lehre angekommen – und die Psychologie
spielt ganz vorne mit. In diesem Jahr will es der wissenschaftliche Springer
Verlag wieder wissen: Was hat sich getan im Bereich elektronischer Online-Lernumgebungen
für das Lesen, Lernen, Wiederholen, Recherchieren, Vertiefen und Verankern
von Wissen? Der Verlag schreibt daher zum zweiten Mal den mit 1.500 Euro
dotierten E-Learning Award Psychologie aus. Ausgezeichnet werden innovative
und originelle E-Learning-Umgebungen, die von Psychologie-Fakultäten entwickelt
wurden. Ausschreibungstext, Teilnahmebedingungen und Bewerbungsunterlagen
unter www.lb-psychologie.de/projekte/e_learning_award_psychologie
Video-Wettbewerb "Was
machen eigentlich Schulpsychologen?"
Der Wettbewerb um den Videopreis der Europäischen Schulpsychologen 2010
hat begonnen! Bis zum 31. Mai können Wettbewerbsbeiträge unter dem
Motto „Was machen eigentlich Schulpsychologen?“ online über
die Webseite des europäischen Netzwerks von Psychologen/innen im Erziehungssystem
N.E.P.E.S. eingereicht werden: www.nepes.eu/?q=node/502
Original-Dokumente
der Psychologin Martha Muchow entdeckt
Die 1928 von Martha Muchow veröffentlichten Fragebögen zum Thema "magische
Alltagspraktiken" bei Jugendlichen und Erwachsenen galten lange Zeit als
verschollen. Privatdozentin Dr. Meike Watzlawik von der TU Braunschweig
hat die Originale nun während eines Forschungsaufenthaltes an der Clark
University, MA USA, gefunden und der Uni Hamburg übergeben. Martha Muchow
wurde 1892 geboren und studierte als eine der ersten Frauen Psychologie,
Philosophie, deutsche Philologie und Literaturgeschichte. 1923 schloss
sie das Studium an der Uni Hamburg ab und forschte fortan unter William
Stern am Psychologischen Laboratorium. 1930 wurde sie zum Wissenschaflichen
Rat ernannt und fand auch international mit ihrer Forschungsarbeit Anerkennung.
Nach der Übernahme
des Psychologischen Instituts durch Nationalsozialisten wurde Martha
Muchow entlassen. Unmittelbar darauf unternahm sie einen Selbstmordversuch,
an dessen Folgen sie 1933 starb. Ausführliche Informationen zu Leben und
Arbeit von Martha Muchow sind nachzulesen unter: www.life.epb.uni-hamburg.de/files/muchow_laudatio_faulstich_wieland_2007.pdf.
|
BDP
INTERN |
Haus der Psychologie offiziell eröffnet
Acht gut besuchte Fachvorträge und Informationsveranstaltungen sowie eine
feierliche Soiree mit einigen durchaus launigen Redebeiträgen und anschließendem
Empfang prägten den Tag der Psychologie, mit dem der BDP und seine Tochtergesellschaften
am 22. Januar 2010 die offizielle Eröffnung ihres Hauses der Psychologie
in Berlin begingen. So diente der Tag dazu, der Öffentlichkeit einen Ausschnitt
aus der Vielfalt psychologischer Arbeitsgebiete vorzustellen, Kollegen über
den neuesten Stand wissenschaftsbasierter Berufspraxis zu informieren, die Pläne
für die Psychologische Hochschule Berlin zu präsentieren und den Kontakt
zu viel Prominenz aus der deutschen Psychologie und Psychotherapie zu vertiefen.
Unter
denen mit Rang und Namen, die der Einladung gefolgt waren, befanden sich die
Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), Prof.
Ursula M. Staudinger,und ihr president elect,Prof. Peter Frensch von der Humboldt
Universität Berlin, der Präsident der Berliner Psychotherapeutenkammer
Michael Krenz, der Psychiatriekoordinator des Bezirks Berlin-Mitte, Stefan Kolodziejczak,
der Verleger Dr. G.-Jürgen Hogrefe,der Leiter des Zentrums für Psychologische
Information und Dokumentation (ZPID),Prof. Günter Krampen, und der bei verdi
für die Psychologen und Psychotherapeuten zuständige Referatsleiter
Gerd Dielmann.Allen Grund zu Optimismus sah der Vizepräsident des Bundesverbands
der Freien Berufe und Präsident der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz,
Edgar Wilk, in der Eröffnung des Hauses: „Wenn der BDP glaubt, ein
Haus der Psychologie zu brauchen, dann gibt es kein besseres Zeichen für
die Zukunft des Freien Berufs“, betonte er in seinem Festvortrag. Ein ausführlicher
Bericht zum Tag der Psychologie erscheint in der April-Ausgabe von Report Psychologie.

Neue Website für Arbeitsgemeinschaft Ausbildungsinstitute und VPP
Auf der VPP-Website gibt es ab sofort einen neuen Bereich: Arbeitsgemeinschaft
Ausbildungsinstitute und VPP für wissenschaftlich begründete Psychotherapieausbildung
(AVP). Die Adresse lautet: www.vpp.org/avp.
Informationen zum AVP-Symposium Ende März unter TIPPS und TERMINE.
|
SERVICE |
Haben Sie schon Ihr Berufshaftpflicht-Update? – Wirtschaftsdienst
listet Vorteile auf
Im Rahmen seiner seit ein paar Wochen laufenden Sonderaktion zur Umstellung
bestehender Berufshaftpflicht-Versicherungen (vgl. BDP-Newsletter 1-2010)
informiert die Wirtschaftsdienst GmbH des BDP auf ihrer Internetseite
ausführlich über
die Verbesserungen, die sich aus dem angebotenen Update ergeben. Dazu
gehören
(1) die Anhebung der Deckungssumme für Personen- und Sachschäden
auf 3.000.000 Euro pauschal (entspricht einem angemessenen Versicherungsschutz
nach der Berufsordnung für Psychotherapeuten). (2) Optionale Anhebung
der Deckungssumme für Vermögensschäden auf 200.000 Euro. Nach
Einschätzung des BDP-Wirtschaftsdienstes ist Psychologen diese Anhebung
in vielen Fällen zu empfehlen. (3) Einschluss von Umwelthaftpflicht-Basis
und Umweltschaden-Versicherung. Damit werden gesetzliche Neuregelungen
der letzten Jahre erfüllt. (4) Internetklausel: Berücksichtigt Änderungen
in der Kommunikation mit Patienten, Kunden und Kollegen auf elektronischem
Wege und die Nutzung des Internets. (5) Schutz vor Verstößen gegen
das Bundesdatenschutzgesetz. (6) AGG-Klausel: Sie deckt weitgehend die
Risiken ab, die das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz geschaffen hat. (7)
Für
Mietsachschäden besteht ohne Mehrbeitrag ein umfassender Schutz. (8) Der
Verlust fremder beruflicher Schlüssel ist ebenfalls kostenfrei eingeschlossen.
(9) Last but not least: Eine umfassende und in Vergleichen äußerst
positiv bewertete Privathaftpflicht-Versicherung kann in die aktualisierte
Berufshaftpflicht-Versicherung eingeschlossen werden. Weitere Informationen:
www.bdp-wirtschaftsdienst.de/2010/sonderaktion/
Neu:
BDP-Wirtschaftsdienst kooperiert mit GKV-Kassen
Die ersten gesetzlichen Krankenkassen erheben Zusatzbeiträge. Deshalb
empfiehlt der Wirtschaftsdienst (WD) des BDP, zu prüfen, ob nicht jetzt
der Wechsel in die private Krankenversicherung sinnvoll ist. Lediglich
Besonderheiten im Einzelfall wie schwerwiegende Vorerkrankungen oder die Notwendigkeit
der kostenpflichtigen Mitversicherung weiterer Personen könnten dagegen
sprechen. Für BDP-Mitglieder besteht ein Kollektiv-Rahmenvertrag, der
Beitragsvorteile und leistungsstarke Produkte miteinander verbindet. Allen,
die in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben wollen oder müssen,
empfiehlt WD-Geschäftsführer
Dr. Michael Marek, zu einer leistungs- und servicestarken Kasse wechseln,
mit denen der Wirtschaftsdienst neuerdings ebenfalls kooperiert. Es handelt
sich um die Hanseatische Krankenkasse und die BKK Pfalz. Beide zeichnen sich
lt. WD seit langem durch eine hohe Servicequalität aus und beide haben
nicht die Absicht, in 2010 einen Zusatzbeitrag zu erheben. Darüber hinaus
bieten beide Kassen eine Reihe interessanter Zusatzleistungen an, wie z. B.
Zuschuss zu einer privaten Zusatzkranken- und/oder Auslandsreisekranken-Versicherung,
Erstattung der Praxisgebühr unter bestimmten Voraussetzungen (HEKPlus-Programm)
und Zuschuss zu Gesundheits- und Vorsorgemaßnahmen. Details sind auf
der Website des WD zu finden unter www.bdp-wirtschaftsdienst.de/person/ges-kranken.shtml
www.psychologenverlag.de: Bestellen und gewinnen!
Fachliteratur einfach und bequem online bestellen - mit dem Online-Bestellshop
des Deutschen Psychologen Verlags http://www.psychologenverlag.de
haben Sie dazu die Möglichkeit. Alle Neuerscheinungen, sämtliche
Backlist-Titel und alle lieferbaren Ausgaben der drei BDP-Zeitschriften sind
dort erhältlich.
Zudem werden vergriffene Bücher oder Zeitschriftenausgaben als preisgünstige
E-Books angeboten. Mit etwas Glück können Sie bei Ihrer nächsten
Bestellung auch noch etwas gewinnen: Der Kunde oder die Kundin mit
der Bestellnummer 3.500, die in Kürze erwartet wird, erhält vom
Verlag ein kleines "Jubiläums-Geschenk".
Neugierig geworden? Ein Klick genügt: www.psychologenverlag.de
DPV-Aktion
zum Weltkrebstag
"Ein gesunder Lebensstil kann Krebs vorbeugen" heisst das Thema einer
neuen Kampagne, die am Weltkrebstag (4. Februar) gestartet wurde. Der
Deutsche Psychologen Verlag bietet aus diesem Anlass noch bis Ende Februar
für
seine Ratgeber zum Thema "Psychoonkologie" eine versandkostenfreie
Lieferung an. Die Ratgeber findet man unter www.psychologenverlag.de/advanced_search_result.php?keywords=steinvorth.
Wichtig: Um das Angebot zu nutzen, senden Sie Ihre Bestellung bitte an
die E-Mail-Adresse verlag@psychologenverlag.de. Weitere Informationen
zum Weltkrebstag findet man unter www.uicc.org
DPV-Veranstaltungstipp
für März
Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse (www.leipziger-buchmesse.de/)
(18.-21. März) bietet der DPV ausgewählte Titel aus seinem Programm
an. Messebesuchern besonders zu empfehlen: Das "Forum Seelische Gesundheit" (Halle
3, F402 - F406), ein Gemeinschaftsstand, an dem sich insgesamt fünf Verlage
aus den Bereichen Psychologie und Gesundheit beteiligen. Programm des
Forums unter www.report-psychologie.de/hinweise/termine.html
"Praxis
der Rechtspsychologie" - Neue Buchreihe zur Zeitschrift
Mit dem Band "Diagnostik der Beschwerdenvalidität" liegt seit
Kurzem der erste Titel aus der neuen Buchreihe "Praxis der Rechtspsychologie" vor. "Es
kann, da es kein vergleichbares Werk im deutschen Sprachraum gibt, jedem
Gutachter zur Pflichtlektüre empfohlen werden", urteilt Dr. Wolfgang
Hausotter (Rezension auf amazon.de). In insgesamt 15 Beiträgen namhafter
Autoren wird das Themenspektrum im Umfeld der Diagnostik negativ verzerrten
Antwortverhaltens nun vollständig und auf Basis neuester Erkenntnisse
dargestellt. BDP-Mitglieder können das Buch zum Vorteilspreis von 19,80
Euro (statt 23,80 Euro) bestellen. Mehr zum Inhalt und eine Bestellmöglichkeit
findet man im DPV-Shop: http://www.psychologenverlag.de/product_info.php/info/p252.
Alle Informationen rund um die Sektionszeitschrift "Praxis der Rechtspsychologie" gibt
es wie gewohnt auf der Homepage www.praxisderrechtspsychologie.de
Erfolgsfaktoren
für Wirtschaftspsychologen
Wie kommt der Coach zu seinen Kunden? Welche Chancen gibt es für die Wirtschaftspsychologie?
Was beschleunigt reale Wunscherfüllungen? Wie lassen sich Misserfolge
verhindern? All diese zentralen Fragen werden im Themenheft 1/10 „Wege
zum Erfolg“ der Wirtschaftspsychologie aktuell behandelt, das im März
erscheint. Wer das "Unternehmer-Paket" von Wirtschaftspychologie
aktuell bestellt, erhält die Erfolgsfaktoren-Ausgabe zum Vorteilspreis.
Hier geht’s zum Vorteilspaket: www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/lp/800605abo.php
Attraktives
Themenheft für wirtschaftspsychologische Angebote
Das Themenheft „Wege zum Erfolg“ der Wirtschaftspsychologie aktuell,
das am 25. März erscheint, bietet das ideale redaktionelle Umfeld für
Coaching-, Seminar- oder Stellenangebote. Mit einer einzigen Anzeige
werden rund 3.000 psychologie-interessierte Führungskräfte und Personaler
erreicht, die über Weiterbildung und Coaching im Unternehmen entscheiden.
Wer an einem maßgeschneiderten Angebot zur optimalen Präsentation
seiner Dienstleistungen interessiert ist, schreibe bis zum 25. Februar
eine E-Mail an wp@psychologenverlag.de
Schulpsychologie - Nächste
Fortbildungsreihe startet Ende des Monats
Am 26. und 27. Februar 2010 startet in Köln mit „Rolle und Aufgaben
von Schulpsychologie im System Schule“ Modul 1 der einzeln buchbaren
sechsteiligen Reihe Schulpsychologie der Deutschen Psychologen Akademie
(DPA).. Weitere Informationen: www.dpa-bdp.de/veranstaltungen_NW2010-SCH-1_.html
Kompaktfortbildung
Notfallpsychologie - Nächste Fortbildungsreihe beginnt
im Juni
„Einführung in die Notfallpsychologie“ als Modul 1 dieser
Kompaktfortbildung findet am 19.06.2010 in Berlin im Haus der Psychologie
statt. Alle Module sind einzeln buchbar, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Bis Juni 2011 folgen fünf weitere Module. Die DPA bietet diese fundierte
und praxisorientierte Kompaktfortbildung für eine eigenständige Tätigkeit
im Bereich Notfallpsychologie seit 2008 an. Mit der Teilnahme werden
innerhalb der „Qualifizierung in Notfallpsychologie“ der Fachgruppe
Notfallpsychologie in der Sektion Klinische Psychologie des BDP die Theorienachweise
sowie die Kenntnisse in den Bereichen Psychotraumatherapie und Psychopathologie
abgedeckt. Nähere Informationen zu allen Modulen: www.dpa-bdp.de/veranstaltungen_B2010-NOT-2_.html
DPA-Seminare
zu Berufseinstieg und Karriereplanung, Existenzgründung
und Praxisführung
Seminar Existenzgründung in der Gesundheitspsychologie am 3./4.9.2010
in Hamburg (Dozentin: Dipl.-Psych. Julia Scharnhorst) über Selbstständigkeit
speziell in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention, Wellness
und Gesundheitsmanagement. Nähere Informationen unter www.dpa-bdp.de/veranstaltungen_HH2010-GF-1_.html
Intensiv-Personaltraining: Berufs-, Laufbahn- und Karriereplanung für
Berufseinsteiger. Das an zwei Terminen im September und Oktober 2010
stattfindende Seminar im Haus der Psychologie in Berlin vermittelt Wissen über
den Arbeitsmarkt und berufswirtschaftliche Zusammenhänge für Psychologen.
Darüber
hinaus soll das an den konkret gegebenen Voraussetzungen und Kompetenzen
der eigenen Person anknüpfende “How to do“ Schwerpunkt des
Trainings speziell für Berufseinsteiger sein. Nähere Informationen
unter http://www.dpa-bdp.de/veranstaltungen_B2010-K-1_.html
|
TIPPS
UND TERMINE |
Zuschuss vom Staat
für Weiterbildung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt
Erwerbstätige in ihrer beruflichen Weiterbildung mit jährlich bis
zu 500 Euro Zuschuss (Prämiengutschein) zu den Kosten für einen Kurs
oder eine Prüfung. Voraussetzung: Das zu versteuernde Jahreseinkommen liegt
nicht über 25.600 Euro (Ehepaare: 51.200 Euro). Mehr Info unter http://www.bildungspraemie.info
Stellenangebote
im öffentlichen Dienst
Wer eine Arbeitsstelle im öffentlichen Dienst sucht, kann sich unter www.bund.de/cln_181/DE/Stellenangebote/Festeinstellung/festeinstellung_node.htmlumfassend über offene Stellen in Deutschland informieren. Suchfilter ermöglichen
eine detaillierte Recherche.
51. Jahrestagung der BDP-Fachgruppe Geistige
Behinderung
12./13.3.2009, Ebsdorfergrund-Frauenberg (bei Marburg). Details: www.bdp-klinische-psychologie.de/fachgruppen/gruppe6.shtml
AVP-Symposium "Psychotherapie
- Einblicke und Ausblicke"
27.3.2010, Berlin, Thema: Diskussion in der Profession über ihr Therapie-
und Menschenverständniss mit dem Ziel, alle Ressourcen der verschiedenen
therapeutischen Richtungen für eine gute Versorgung der Bevölkerung
mit Psychotherapie zu erschließen. Programm und Anmeldeformular unter
www.vpp.org/meldungen/09/91222_avp.html
8. Fachtagung für Psychologiedidaktik
und Evaluation
Die Tagung der Sektion Aus-, Fort- und Weiterbildung im BDP findet statt
am 14./15.Mai 2010 in Frankfurt am Main. Mehr Info unter www.bdp-afw.de/aktuell/2010/fachtagung/termine.html.
8.
Kongress für Wirtschaftspsychologie
Die Veranstaltung der Sektion Wirtschaftspsychologie im BDP steht
unter dem Motto "Psychologie in der Wirtschaft: Chancen und Herausforderungen" und
findet am 14./15. Mai 2010 in Potsdam statt. Mehr Info unter www.psychologie-in-der-wirtschaft.de
[Fast?]
Forward! Du bestimmst die Richtung!
Vom 14. bis zum 16. Mai 2010 veranstaltet die Bundesvereinigung Psychologie-Studierender
(BV) im BDP an der Uni Trier den 14. Psychologiestudierendenkongress
unter dem Motto "Psychology [Fast?] Forward! Du bestimmst die Richtung!" Im
Rahmen dieses Kongresses findet auch die Mitgliederversammlung der BV statt,
für die der BV-Vorstand engagierte Nachfolge-Kandidaten/innen sucht.
Weitere Kongress-Informationen unter www.bv-kongress.de
Psychosomatik-Konferenz
2010
Die Uni-Klinik für Medizinische Psychologie, Innsbruck, organisiert die
größte europäische Psychosomatik-Tagung (EACLPP-ECPR 2010 Tagung,
30.6.–3.7.2010). Die u.a. mit dem Berufsverband Österreichischer
Psychologen (BÖP) kooperierenden Veranstalter halten es aus europäischer
berufspolitischer Sicht für sehr wichtig, dass auch viele in psychosomatischen
Bereichen tätige Psychologen/innen aktiv an der Tagung teilnehmen. Mehr
Info unter www.eaclpp-ecpr2010.org
6. Gemeinsames Symposium Verkehrsmedizin
(DGVM) und Verkehrspsychologie
(DGVP) 1.-2. Oktober 2010, Tübingen, Schwerpunktthema: Schläfrigkeit
als Unfallursache. Mehr Info unter www.conventus.de/verkehr2010
Alle BDP-Termine sowie Tagungen und Kongresse mit und ohne BDP auf einen
Blick:
www.bdp-verband.de/aktiv/termine.html
|
ZU
GUTER LETZT |
Methylcitronensäuretrimethylester
- unaussprechlich, aber für Männer unwiderstehlich, zumindest, wenn
es sich um Wespenspinnen handelt: Der Duft der Spinnen unter www3.interscience.wiley.com/journal/40002873/home/2001_jour.html
|

|
BDP-Newsletter Archiv
Hans-Werner Drewe (Tel. 030 - 209 166 660, drewe@bdp-verband.de)
|
 |